Autor Thema: Vergesellschaftung eines einsamen Weibchens mit einem "neuen" Männchen  (Gelesen 1852 mal)

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Marc

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Hallo liebe Community ich hoffe ihr könnt mir ein paar Tips bzw Hilfestellungen geben :)

Meine Freundin und ich haben seit einem 3/4 Jahr ein weibl. schwarzes Zwergkaninchen..diese haben wir vom Züchter geholt als es 2-3 Monate alt war. Obwohl wir uns sehr um das Kaninchen kümmern ist es eine richtige Zicke :) lässt sich nur ab nd zu streicheln.. beist manchmal wenn man ihm frisches Essen reinstellt... Wir lassen sie trotzdem jeden Tag 4 Std durch die komplette Wohnung hoppeln usw. ist halt leider nicht sehr zarm.

Damit ihr nicht langeilig ist und Kaninchen nicht gerne alleine sind haben wir gestern in der Tierhandlung ein 6Wochen altes männl. Zwergkaninchen gekauft... dieses ist scho sehr zarm. Dazu haben wir eien neuen Käfi... 1,4m*0,6m gekauft sowie ein 3m³ großes Außengehege...

Daheim angekommen alles neu aufgebaut und die beiden zusammen gesetzt. Am Anfang waren wie zu erwarten de raufereien groß.. das weibl. Kaninchen rammelt den kleinen und naja alles drumm und dran.. allerdings wenn der Kleine kommt hupft unser 1 Jahr altes weibchen weg und flüchtet...??

Meine Fragen :)

Haben wir alles richtig gemacht?
Wann sollten wir das Männchen kastrieren?
Kann es passieren da das Kaninchen was schon be uns war sehr schreckhaft usw ist das andere auch so wird oder sie sich ga nicht verstehen?
Wie sollten unsere weiteren Schritte aussehen?


Vielen Dank schonmal für die Tips :D

LG

Marc

Klein-Betti: Titel angepasst.

Offline Paloma

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Re: Vergesellschaftung eines einsamen Weibchens mit einem "neuen" Männchen
« Antwort #1 am: Oktober 06, 2009, 16:23:30 »
Hallo Marc,
also ihr habt eine Menge richtig gemacht!
Super, dass euer Mädel jetzt einen Kumpel bekommt. Das ist das Beste für sie, vielleicht ist sie im Moment auch so zickig weil sie einsam ist. (Ich hätte den Kleinen nicht aus der Zoohandlung geholt, und sechs Wochen ist sehr jung, aber nun gut, jetzt ist er da :lala: )

Vielleicht war er auch noch zu klein um vergesellschaftete zu werden, aber es ging ja ohne Verletzungen und trennen würde ich sie jetzt nicht mehr.
Dass sie raufen ist normal und auch, dass euer Mädel vor dem Kleinen Angst hat. Das kann noch werden.
War der Ort der Zusammenführung denn neutral, sprich, hat eure Dame ihn vorher nicht gekannt. Und wieviel Platz haben sie.
3m² ist schon viel besser als ein Käfig, aber ich würde noch auf 4-6m² erweitern.
Alles hört sich aber so an, als könnten die beiden ein gutes Paar werden. Die Gesellschaft ist auch gut für den Kleinen, da er noch so jung ist.

Wegen der Kastration:
Ich würde euch eine Frühkastration empfehlen. Die ist zwischen der 9. und der 12. Lebenswoche. Da ist das Männchen noch nicht geschlechtsreif. Der Vorteil ist, dass die Beiden nach der Kastration sofort wieder zusammen können.
Wenn ihr eine normale Kastration wollt, dann müsst ihr die Beiden trennen bevor der Kleine geschlechtsreif wird damit es keinen Nachwuchs gibt. Dann muss er nach der normalen Kastration noch 6 Wochen Kastrationsfrist absitzen, bis er keine Spermien mehr hat. Und dann muss es eine neue Zusammenführung geben.


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Re: Vergesellschaftung eines einsamen Weibchens mit einem "neuen" Männchen
« Antwort #1 am: Oktober 06, 2009, 16:23:30 »

Offline Klein-Betti

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Re: Vergesellschaftung eines einsamen Weibchens mit einem "neuen" Männchen
« Antwort #2 am: Oktober 06, 2009, 17:52:51 »
Haben wir alles richtig gemacht?
Mmmmh, coole Frage.  ;) Ich hätte die Tiere nicht sofort zusammengesetzt, sondern erstmal das neue Tier separat gesetzt, um ihm eine Eingewöhnung zu ermöglichen und sicherzustellen, dass es keine Krankheiten einschleppt. Zudem hätte ich ein älteres (gleichaltes) Tier genommen, da sechs Wochen sehr jung ist. Noch dazu hättest du bei einem Kastraten aus dem Tierschutz keinen Aufwand mit einer Kastration mehr. ^^

Einmal vergesellschaftet sollten die Tiere nicht mehr getrennt werden (ich konnte aus deinem Post nicht herauslesen, ob sie nun immer zusammen sind oder getrennt, wegen der Anschaffung des neuen Käfigs). :)

Mit ca. neun Wochen kann der Kleine frühkastriert werden, allerdings solltest du wegen des Alters absolut sicher sein, nicht dass dir da was "ins Nest" gesetzt wird, weil der Kleine vielleicht doch schon geschlechtsreif ist.  :rolleyes: Gerade in Zoohandlungen werden die Tiere gern jünger gemacht.  >:D

viele liebe Grüße von Betti

Offline Marc

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Re: Vergesellschaftung eines einsamen Weibchens mit einem "neuen" Männchen
« Antwort #3 am: Oktober 06, 2009, 20:52:07 »
Hab mich jetzt mal angemeldet.. :)

Also es sitzen beide hasen im neuen käfig plus neues ausengehege.. also haben genug platz um sich aus dem weg zugehen usw :) können auch richtig viel rumhoppeln.. haben extra viele heustellen und zwei fressnäpfe hingestellt...

heute waren beide viel ruhiger als gestern... unser weibchen das immer so zickig ist war heute sehr verschmust.. warum wissen wir auch nicht so ganz... der kleine hingegen ist etwas vorsichtiger geworden.. lässt sich aber trotzem streicheln und hüpft auch immer rum... allerdings will der kleine so sieht es zumindest immer su mit unserem älteren weibchen kuscheln nur sie will irgendwie noch net so ganz hüpft dann über ihn usw... hat das was zu bedeuten???

Zur Tierhandlung waren beim Zoo und Co in ffm wo wir super beraten worden sind und der hase bevor wir ihn mitnehmen dürften er nochmal untersucht wurde und wir erstmal sagen mussten wie wir ihn halten wollen weil wir ihn sonst nicht mitbekommen hätten.. fande ich sehr gut und hat auch ein guten eindruck hinterlassen...

habe jetzt auch ein termin in 2 wochen zur kastration ausgemacht.. der kleine dürfte dann ca  8-9 wochen alt sein... ich hoffe das bis dahin keine "böse" überraschung passiert.. falls doch ist für den nachwuchs bereits ein tolles zu hause gefunden worden :)


Offline Paloma

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Re: Vergesellschaftung eines einsamen Weibchens mit einem "neuen" Männchen
« Antwort #4 am: Oktober 07, 2009, 13:05:49 »
Super, dass ihr das mit der Kastration alles geregelt habt.
Gibt es denn Grund zur Annahme, dass es eine böse Überraschung geben könnte? Er versucht sie doch nicht zu berammeln oder so?

Wie sich das anhört läuft die Zusammenführung ja super, gut dass die Beiden sich so gut verstehen. Es ist ganz normal dass das Mädel noch etwas scheu ist. Das gibt sich bestimmt in den nächsten Tagen.
Scheint ja, als würde sie jetzt weniger zickig sein. Liegt bestimmt an der Gesellschaft.

Die Beratung in der Zoohandlung hört sich wirklich gut an. Eine Untersuchung und eine Beratung zur Haltung ist vorbildlich... wenn ich das hier mit dem O*I vergleiche, da wurde einer Bekannten neulich erzählt, wenn Kaninchen über ein Jahr alleine wären dann würden sie keine Artgenossen mehr mögen. Das muss man sich mal vorstellen, es gibt Leute die glauben das und lassen es dann mit dem Partner.

Was ich an der Zoohandlung aber kritisieren würde ist, dass sie so junge Tiere abgeben.
Den Kleinen geht es einfach besser wenn sie 9-10 Wochen bei der Mutter sind. Sie entwickeln ein besseres Sozielverhalten und sind auch robuster und resistenter gegen Krankheiten.

Offline Marc

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Re: Vergesellschaftung eines einsamen Weibchens mit einem "neuen" Männchen
« Antwort #5 am: Oktober 07, 2009, 14:12:52 »
Er versucht sie nicht zu rammeln... er macht da keine Anstalten was ja ach nicht schlimm ist.. nur bei Hase weiß man ja nie :) Wollen sie jetzt auch nicht deswegen trennen.

Ja bin selber erstaunt wie ruhig die beiden inzwischen geworden sind... der kleine ist inzwischen richtig verschmust sobald er einen von un sieht kommt er angehoppelt will gestreichelt werden usw... richtig schönes gefühl :)
Unsere Dame ist zwar weiterhin eher mehr die Scheue uns gegenüber aber wird sicher jetzt auch noch... :)

Hoffe auch das sie sich in ein paar tagen dann beide kuscheln. Jedenfalls tut ihr die gesellschaft gut... (=

Waren selber überrascht von der Tierhandlung, weil wir kennen auch eher den Fall das die Tiere wie am Fießband verkauft werden egal wie si aussehen oder sonst was hauptsache weg und schnell geld.... beim alter her war ich aber auch etwas stutzig wusste nicht wie lange hasen bei der mutter bleiben müssen...

Noch eine Frage.. wie sieht es aus mit Impfen..?? de Hasen sind nur in der Wohnung?? müssen die auch geimpft werden....??

Offline Paloma

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Re: Vergesellschaftung eines einsamen Weibchens mit einem "neuen" Männchen
« Antwort #6 am: Oktober 07, 2009, 14:33:38 »
Jop, die müssen auch geimpft werden.
Bei einem offenen Fenster kommen Fliegen rein, die Krankheiten übertragen. Außerdem kommen Heu und Grünfutter auch von draußen.
Das kann man ja gar nicht verhindern. Also Impfung auch für Innenhasis.


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