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Autor Thema: Zusammenfürhung fehlgeschlagen  (Gelesen 450 mal)
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Petz1982
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« am: August 31, 2008, 19:19:31 »

Hallo,

wollte heute ein drei Monate altes Kaninchen (Weibchen) (Löwengkopf) mit einem etwa 9 Monate alten kastrierten Bock (Hermelin) vergesellschaften. Der Bock stammt von einem Züchter und wurde früh kastriert. Der Bock ist dem Weibchen schon von der Statur her unterlegen.

Das Weibchen hat den Bock gar nicht akzeptiert und hat sich stets in ihn verbissen, so dass ich beide wieder trennen musste. Der Bock hat einige leichte Verletzung davongetragen, und einige an Fell verloren, jedoch scheint dies alles nicht weiter schlimm zu sein.
 Zu erwähnen sei ebenfalls, dass der Bock sich vor dem Weibchen fürchtet. JEdes Mal wenn das weibchen sich ihm nähert, fängt dieser an mit den Hinterpfoten zu stampfen und läuft ängstlich davon. Daraufhin rennt das Weibchen im nach und es fliegen wieder die fetzen, resp. das Weibchen verbeisst sich wieder in ihn. Von Beschnuppern und kuscheln war nicht die Rede. Der Bock hat regelrecht Panik vor dem Weibchen.

Ich hab die sämtliche Regeln der Zusammenführung eingehalten, jedoch ohne Erfolg.

Gibt es noch andere möglichkeiten oder müssen beide Kaninchen alleine alt werden. (was ich eigentlich vermeiden wollte). Würde eine Kastration der Häsin die Situation lösen, resp. wird dieselbe sich beruhigen oder stehen die Chancen eher schlecht.

Ich habe beide jetzt wieder getrennt und beide haben Auslaus, es würde mich aber freuen, beide zusammen zu sehen! Hoffe ihr könnt mir ein bisschen weiterhelfen!

Danke

Petz
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Klein-Betti
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« Antwort #1 am: August 31, 2008, 21:07:54 »

Wo hast du die Tiere zusammengesetzt...auf neutralem Boden?

Wieviel Platz hatten sie? Auch genug Ablenkung und Rückzugsmöglichkeiten wie z. B. Kartons mit zwei Eingängen?

Mein Tipp wäre nun, die Tiere zwei Wochen vollkommen getrennt voneinander (also kein Riech-, Sicht-, Hörkontakt) und dann alles nochmals zu versuchen...vielleicht kann dir auch jemand aus dem Forum, der in der Nähe wohnt, bei der erneuten VG helfen. smile
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viele liebe Grüße von Betti
GerhardS.
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« Antwort #2 am: August 31, 2008, 22:54:12 »

Also,
ich bin ratlos. Schaut schlecht aus. Alpha-Weibchen und Angsthase...

Wenn ich das richtig verstanden habe, sind die 2 jetzt getrennt und haben jeweils für sich alleine Auslauf.

Der Bock stammt von einem Züchter und wurde früh kastriert. Kann sein, daß er es nie lernte, ein Weibchen zu managen. Weiss man denn, ob der nicht nur früh kastriert, sondern auch (zu) früh von der Mutter weggenommen wurde? Kann sein, daß er nicht ganz gesund ist. Kann sein, daß sie zu jung ist.

Hier Forum wird ein zweiter Versuch nach 2 Wochen Trennung empfohlen, fast schon so etwas wie eine Pflicht. Sollte es aber genauso abgehen wie beim ersten Mal - so denke ich, ist euch und den Häschen ein dritter Versuch nicht mehr zuzumuten.
Kann sein daß sie nur mit einem ausgewachsenen Exemplar ihres Typs klarkommt - und er nur mir einer Häsin, von der bereits bekannt ist, daß die sich bei den Artgenossen nicht durchbeisst...

Wenn ich mich so an die ersten 5 Minuten bei den Unseren erinnere: Sie wurden zusammengesetzt im Stall, Doppelstock, zusammen 4 qm. Gleich ein bischen (Futter-)Jagen, Nasenstupsen, und zack, nach 15 Sekunden war er das erstemal andeutungsweise bei ihr hintendrauf. Sie bekam einen Schreck und spurtete wie ein geölter Blitz ins obere Stockwerk. Von da oben guckte sie zu ihm herunter und schien zu überlegen. Nach 2 Minuten kam sie herunter, legte sich vor ihn hin und er durfte ihr in die Haare vom Nacken beissen. Seit dem nicht ein einziger ernsthafter Biss. Unser Liebes-Pärchen-Test: Wenn wir absichtlich nur 1 Möhre geben, so schnappt sich einer die Möhre und läuft mit ihr weg. Der andere gleich hinterher, und bis zum erstenmal die Möhre angeknabbert ist, kann 1 Minute vergehen und 10x in der Wohnung im Rundkurs zwischen den Sitzmöbeln sich gejagt. Und trotzdem: Trotz "Futterneid" nie ein einziger blutiger Angriff. Und nochwas: Sie hat Stehohren, er hat Hängeohren. Obwohl er sich anfangs offensichtlich über ihre komischen Stehohren wunderte (er versuchte, ihre Ohren mit den Vorderpfoten flachzubügeln) - akzeptiert er sie ohne wenn und aber.

So beim Schreiben hier kommt mir ne Idee: Die Häschen kriegt man übers Fressen. Vielleicht kann man die Häschengemüter etwas steuern bei der VG - über's Fressen. Aber wie, da wäre ich noch ratlos. Sollen sie vor der VG unbedingt satt sein, oder eher nicht? Oder: 2 Futternäpfe und 2 Hasenhäuschen aufstellen zur VG?

Gerhard





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Petz1982
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« Antwort #3 am: August 31, 2008, 23:59:54 »

Also ich hab keine Ahnung, der Bock, befand sich vor seinem neuen zu Hause mit anderen Kaninchnchen in einem Gehege und es gab keinerlei Probleme! Meines Wissen befand derselbe sich sogar mit seiner Mutter zusammen!

Ich werde sie jetzt 2 wochen trennen, werd mich beim Tierarzt und Züchter erkundigen und wenns klappt dann bin ich happy und wenn nicht, dann müssen beide Tiere leider alleine und getrennt verweilen! Was ich ja im Prinzip vermeiden wollte. Nunja eigentlich Schade, aber der kleine wurde wirklich gebissen, er hat so kleine Wunden, welche glücklicherweise wieder verheilen.

Vleit ist die Häsin noch zu jung und in ein Paar MOnaten, wenn se geschlechtsreif ist, wirds doch klappen. Keine Ahnung!?

Hat keiner noch andere Tips oder Erfahrung in dieser Hinsicht!?

Danke
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« Antwort #3 am: August 31, 2008, 23:59:54 »

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GerhardS.
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« Antwort #4 am: September 01, 2008, 00:56:59 »

Hallo.
Ja, daran könnte es liegen, dass sie zu jung ist.
Ganz allgemein raten wir davon ab, ein gerade-ebenso oder noch-nicht-ganz geschlechtsreifes Tier zu einem wesentlich älteren Artgenossen zu setzen, egal, wer der Ältere ist. Wobei das mit der Geschlechtsreife unsicher zu erkennen ist. Drei bis fünf Monate.
Leider können wir Menschen uns kaum in eine Hasen-Psyche hineinversetzen. Probierst halt noch ein 2. Mal - und wenn's auch dann nicht sein sollte, gibst einen von beiden ab?

Aus der Wiki-Seite:
Weitere häufig zu beobachtende Verhaltensweisen sind sexuell motivierte Aggressionen (...) und mit schwerwiegenden Verletzungen einhergehen können. Dieses Verhalten lässt sich manchmal per Kastration beheben, da das allgemeine Sozialverhalten nichts mit dem hormonell gesteuerten Sexualverhalten zu tun hat. Aggressives Verhalten bei Häsinnen ist hingegen charakterbedingt oder rührt aus negativen Erfahrungen her. Eine Sozialisierung kann mittels sorgfältiger Partnerwahl dennoch erfolgreich sein.

Grundsätzlich sind Rangkämpfe normal und sollten nur bei ernsthaften Beeinträchtigungen eines der Tiere unterbunden werden. Am unproblematischsten erweist sich oft die Haltung einer Häsin in Kombination mit einem kastrierten Rammler, die etwa gleich alt oder ein Geschwisterpaar sind.


mfg
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Charley
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« Antwort #5 am: September 01, 2008, 02:13:13 »

Hallo,

Zitat
Wo hast du die Tiere zusammengesetzt...auf neutralem Boden?

Wieviel Platz hatten sie? Auch genug Ablenkung und Rückzugsmöglichkeiten wie z. B. Kartons mit zwei Eingängen?

Das wäre wirklich wichtig zu wissen  smile

Zitat
Vleit ist die Häsin noch zu jung und in ein Paar MOnaten, wenn se geschlechtsreif ist, wirds doch klappen
Mit 12 Wochen steckt sie gerade voll in der "Pupertät" und wird Geschlechtsreif dann werden Kaninchen oft etwas zickig und auch bei bereits verpaarten Tieren kann es in dieser Zeit zu Streitigkeiten kommen.

Ich habe bei meinen ZFs immer einen Futterplatz in der Mitte des Geheges angeboten und für jeden eine Rückzugsmöglichkeit.Eine ZF kann durch aus mehrere Tage oder Wochen dauern bis sich die Tiere richtig verstehen.


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primel
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« Antwort #6 am: September 01, 2008, 07:39:29 »

Gib ihm eine Weile zu wachsen,bis zum 5 ten Monat und dann mach die VG in seinem Revier.

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LG primel
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« Antwort #7 am: September 01, 2008, 18:16:22 »

und wenn nicht, dann müssen beide Tiere leider alleine und getrennt verweilen!
Warum? Das wäre ein gar nicht schönes Leben für die Tiere.... Roll Eyes

Auch wenn du mir jetzt den Kopf abreißt: leider ist bei missglückten Zusammenführungen oft seitens des Halters etwas schiefgelaufen. traurig Evtl. kannst du dir bei einer erneuten ZF von jemandem vom Kaninchenschutz http://www.kaninchenschutz.de/ansprechpartner.php oder aus dem Forum helfen lassen...einfach nicht aufgeben! troest
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« Antwort #8 am: September 01, 2008, 21:39:27 »

Hallo,

also erstmals danke für alle Antworten. Natürlich habe ich die Zusammenführung auf neutralem Boden gemacht, leckerlies usw verteilt...
Ich werd einfach mal abwarten bis das Weibchen geschlechtsreif ist und eventuell ich werd noch die Tierärztin zur Beratung herbeiziehen. Aufgeben mach ich eh nicht, ist halt nur schwer und man hat auch nicht immer die Zeit die eine solche Vergesellschaftung benötigt.

@primel
IN wessen Revier soll die ZF stattfinden. In dem vom Weibchen? Hat dies einen besonderen Grund, resp. Erfahrungen?

Danke für weitere Antworten!

Petz
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« Antwort #9 am: September 01, 2008, 21:48:21 »

Wenn man merkt das ein Tier derart unterlegen ist,sollte man die ZF immer in dem Revier des unterlegenen Tieres machen.
Es hat dann quasi Heimvorteil. smile
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LG primel
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« Antwort #10 am: September 01, 2008, 21:54:25 »

Das scheint logisch zu sein, aber wohlverstanden, der Schwächere (Bock) ist 9 Monate und die Stärkere (Weichchen halt) 12 Wochen . Aber wird wohl nicht viel daran ändern.
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primel
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« Antwort #11 am: September 01, 2008, 22:07:17 »

Kastrierte Männer wissen eben nicht das sie Männer sind.
 smile
Da kann auch ein Küken kommen und sie kuschen immernoch. kicher
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LG primel
Petz1982
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« Antwort #12 am: September 01, 2008, 22:13:11 »

Ohh man, das arme Ding! Ich hoffe du hast Recht und drückt mir die Daumen dass es in ein paar Wochen, resp. Monaten klappen wird!
Hoffe noch weitere Tips und Bemerkungen von euch zu bekommen  smile
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   November 25, 2008, 19:30:47
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   November 25, 2008, 19:34:29
 kadda89: Naja sie lieben si eben so arg.. grad bei der Säugzeit hab ich ihr gegeben


   November 25, 2008, 21:14:08
 Alice: aber bitte nach der säugezeit wieder absetzen -->haferflocken gehören zum getreide, bekanntlich nicht sehr gesund!


   November 26, 2008, 14:09:43
 kadda89: is ja schon weniger geworden .. lach 


   Dezember 01, 2008, 10:07:45
 Lexi: meine lieben als Leckerchen getrockene Apfelringe




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