Autor Thema: Was soll aus Jonas werden?  (Gelesen 8785 mal)

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Offline mirimimi

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Was soll aus Jonas werden?
« am: September 29, 2011, 10:29:01 »
Ich weiß es ist recht früh, weil Schneeweißchen ja grade mal 2 Tage weg ist, aber bei einem Sorgenkaninchen gibt es ja öfter mal gelegenheiten wo man sich fragt was wäre wenn und so hab ich mir schon vor der OP neulich meine Gedanken gemacht...

Außerdem tut mir Jonas leid wie er so allein in seinem großen gehege grad mal zwischen seinem Lieblingsplatz und der Kloecke wechselt :(  Jetzt frag ich mich halt was tun?
Mit seinen etwa 7 Jahren ist er ja nun auch schon ein älterer Herr, aber einer der sich gut unterordnen kann.
Alleine möchte ich ihn eigentlich nicht lassen. Bis auf den erhöhten Augendruck für den wir keine Ursache finden konnten ist er ja noch fit.

Was wäre eure bevorzugte Variante?
Das Seniorealter allein verbringen?
Eine/n Partner/Partnerin dazuholen?
Oder vielleicht auch ein Pärchen/2 weitere Kastraten dazuholen?

Ich bin mir nicht sicher. Möchte ja auch nicht dass er nachher stress hat oder sogar ausgegrenzt wird wenn es 3 wären.

Wär dankbar für ein paar Erfahrungswerte von euch hab ja schließlich erst eine VG gemacht.
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Offline polly

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Re: Was soll aus Jonas werden?
« Antwort #1 am: September 29, 2011, 13:28:34 »
In den Vermittlungsbereichen der Foren findet man doch immer wieder ältere Tiere, die dringend ein Zuhause suchen, da würde ich mich mal umsehen, an Deiner Stelle.
Wenn uns Menschen so etwas widerfährt und der Partner stirbt, ist das schlimm genug, aber wir haben wenigstens andere Menschen um uns, die uns Trost und Halt geben.
Dein Jonas hat ja momentan leider niemanden, der ihn trösten und unterstützen kann, daher würde ich mich realtiv schnell nach einem neuen Partnertier umsehen.

Eine Dreiergruppe us Jonas und einem bestehenden Pärchen zu gründen, würde ich mir allerdings erst mal überlegen. Da hätte ich Sorge, dass er, der sich ja ohnehin gerade sehr einsam fühlen muss, auch noch von den beiden bereits zusammengeschweißten Nins ausgegrenzt wird, und so trotz Gruppe vereinsamt.
Dann lieber eine Partnerin finden und später ein weiteres Pärchen dazusetzen, wenn der Platz reicht.
Kaninchennotfälle gibt es (leider) wie Sand am Meer und Endstellen werden immer gesucht.

Hast Du übrigens schon die kleine "Peach" im Vermittlungsbereich des Kaninchenschutzes gesehen? Das ist eine zuckersüße!

Wackelnasen - deine Kaninchen und Meerschweinchen Community

Re: Was soll aus Jonas werden?
« Antwort #1 am: September 29, 2011, 13:28:34 »

Offline mirimimi

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Re: Was soll aus Jonas werden?
« Antwort #2 am: September 29, 2011, 13:55:46 »
naja wenn ich einen einzelnen partner dazuhole hab ich halt die befürchtung dass das problem wieder von vorne losgeht wenn einer krank wird. Bei einer dreier gruppe bleiben zumindest immer 2 übrig.

Bei einem ähnlich alten partner hätte ich auch ehrlichgesagt angst dass mir das ganze bald wieder blüht :(

In den Vermittlungbereich habe ich insofern noch garnicht reingeschaut. Da ich entweder vor Ort im Tierheim schauen würde. Oder in dem Tierheim wo auch Schneeweißchen her war.
Die haben nen großen Kleintierbereich und auch immer recht viele Tiere da.

Vielleicht wärs ja auch ne Option ihn mit 2 zusammen zu bringen die sich vorher auch noch nicht kannten?

2 Pärchen wäre definitiv zu viel. ich denke ne 3er Gruppe könnte ich in dem Platzangebot schon noch vertreten....

Erstmal muss auch meine Schwester wieder aus dem Urlaub zurück sein weil ich drauf hoffe dass sie mich bei meinen Eltern und beim Aussuchen ein bisschen unterstützt. Meiner mum geht sowas halt auch immer nahe und sie kann meine haltung, dass der Tod eben leider auch zur Tierhaltung dazu gehört nicht nachvollziehen.
Sie will dass ich Jonas jetzt alleine halte bis er stirbt und dann am Besten gar keine Tiere mehr anschaffe.

Das kommt bei mir aber eigentlich nicht in Frage. Mit all den anderen Problemen sind meine kleinen derzeit das Einzige was mich noch ein bisschen über Wasser hält, schließlich muss ich mich kümmern.
Wenn ich mich jetzt nicht um etwas positives in Form von einem Neuzugang kümmer verzweifel ich vielleicht noch ganz an der Situation. Nicht dass ihr mich falsch versteht, es fällt mir immer schwer nach vorne zu schauen und mich auf ein neues Tier einzulassen in so einer Situation, aber dann zu Beobachten wenn wieder mehr leben reinkommt ist auch eine schöne Sache und wär sicher auch für Jonas wichtig.

Ich schätze mal es wird noch etwa eine Woche gehen bis ich mich aktiv drum kümmern könnte.
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Offline polly

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Re: Was soll aus Jonas werden?
« Antwort #3 am: September 29, 2011, 15:00:16 »
Einem Kaninchen ein Leben in völliger Einsamkeit zuzumuten, nur um selbst (als Mensch) nicht mehr mit dem Thema Tod konfrontiert werden zu müssen, finde ich auch nicht in Ordnung, auch wenn ich Deine Mutter da ein bisschen verstehen kann.
Dann müsste man ja auch als Mensch wie ein Einsiedler leben und dürfte keine Menschen mehr um sich haben, die man liebt, denn auch diese werden eines Tages sterben, und das tut genauso weh.
Bei 2 fremden Kaninchen ist das Risiko etwas höher, dass sich 2 nicht verstehen, da es ja noch ein Fremder mehr ist, aber im Endeffekt steckt man in keinem Kaninchen drin, das sieht man immer erst, wenn es soweit ist.
Du solltest Jonas' Charakter mit in die Sache einbeziehen. Einem dominanten Männchen würde ich keinen anderen dominanten Herrn vor die Nase setzen, dann lieber nach einem Kastraten gucken, der als eher friedliebend und unterwürfig beschrieben wird.

In der Schweiz, wo Einzelhaltung explizit verboten ist, gibt es "Verleih"-Dienste, wo man sich ein weiteres Tier "mieten" kann. Entweder behält man es dann, oder man gibt es irgendwann zurück, wenn der Partner verstorben ist, und man die Tierhaltung beenden möchte. Zumindest für Meeries habe ich so eine Seite schon gesehen.
Wahrscheinlich bräuchten wir Kaninchenaltersheime, wo "Witwen" und "Witwer" im fortgeschrittenen Alter in eine Gruppe kommen, in der sie dann bis an ihr Ende bleiben dürfen.
Wer will so etwas eröffnen? Ich mache mit!  :D

Offline mirimimi

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Re: Was soll aus Jonas werden?
« Antwort #4 am: September 29, 2011, 15:12:56 »
wahrscheinlich wird mir nicht allzuviel übrig bleiben als zu sehen welche tiere es gibt und welche konstellation passen würde.
letztendlich werde ich wohl hier schauen http://www.reutlinger-tierschutz.de/.
dort wollen die ja auch dass man das potentielle partnertier mitbringt und stellen ne neutrale box zur verfügung  fürs beschnuppern. Ich weiß, finden manche stressig für die kleinen aber für mich hat das beim letzten mal optimal funktioniert.

Vielleicht wäre ja auch eine 3er Männer wg eine Option...
Jonas ist an sich eher unterwürfig. Gegenüber mir ängslich manchmal aber gegenüber schneeweißchen war er immer sehr fürsorglich und gelassen. Hat sie aber auch schonmal in den hintern gezwickt wenn ihm was nicht gepasst hat.

Das mit dem Tierverleih hab ich auch schon gehört. Ist eigentlich ne gute idee.
Theoretisch könnte das doch jedes Tierheim machen mit Tieren die Partner brauchen oder?

Ein Seniorenheim für Kaninchen wär natürlich auch interessant  :kicher:
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Offline polly

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Re: Was soll aus Jonas werden?
« Antwort #5 am: September 29, 2011, 15:38:55 »
Das mit der neutralen Box kann schon funktionieren, da der "Heimvorteil" für Jonas entfällt.
Von der Variante, das Gehege zuhause etwas umzugestalten, halte ich nicht so viel, da meiner Meinung nach kein Kaninchen so blöd ist, dass es das Zimmer oder den Garten nicht als sein Revier erkennt, egal, ob nun der Gehegeboden neutral eingesprüht wurde, oder die Weidenbrücke auf der anderen Seite steht.
Schließlich finden sie sich in der Natur im Umkreis mehrerer hundert Meter bestens zurecht.
Von daher ist es tatsächlich viel neutraler im Tierheim.
Wenn dann beide zusammen in einer Transportbox nach hause fahren, geht das schon sehr in Richtung Crash-Vergesellschaftung (beide zusammen in eine Box und mit dem Auto herumfahren, auf die schleudernde Waschmaschine stellen usw. , so dass sie nicht wissen, wie ihnen geschieht und sich vor lauter Schiß verbünden, um wenigstens nicht alleine zu sein in dieser gefährlichen Situation).
Somit kann das natürlich schon funktionieren, wobei ich das schon unter Stress einordnen würde.
Und ob eine so kurze Begegnung im Tierheim ausreicht, um etwas darüber zu sagen, wie gut sich die Kaninchen später verstehen werden, kann ich auch nicht sagen. Es gibt ja Traumpartner, die sich gleich nebeneinanderlegen und Freundschaft schließen, aber es gibt eben auch VGs, die sich über Wochen hinziehen, bis sich alle zusammengerauft haben.
Das zeigt sich dann, wenn es soweit ist.

Der Vorteil im TH ist aber doch der, dass sie Dir gleich sagen können, welches Tier welchen Charakter hat. Vielleicht findest Du dort auch gleich ein Traumpärchen für Deinen Jonas!

Offline mirimimi

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Re: Was soll aus Jonas werden?
« Antwort #6 am: September 29, 2011, 15:58:12 »
klar, dass es dann zuhause nochmal so richtig abgeht kann man damit sicher nicht verhindern.
Aber bei Jonas und Schneeweißchen wars vor 2 Jahren so dass er recht neugierig war und sie nicht allzuviel angst hatte, obwohl sie der Pfleger als Prügelknaben für die anderen Damen beschrieben hat, sie also grund gehabt hätte ängstlich zu sein.

Auf jeden Fall sind die beiden nicht gleich aufeinander los und haben dann ja auch als wir zuhause waren nach einigem gejage auch recht schnell (nach 2-3 tagen das kuscheln angefangen).

Von daher hab ich schon hoffnung dass das beschnuppern im TH ein indikator sein kann ob es klappen kann oder eher nicht.
Und auch hier hab ich ja immernoch die option zu sagen geht garnicht, ich muss die anderen Tiere wieder wegbringen.
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Offline mirimimi

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Re: Was soll aus Jonas werden?
« Antwort #7 am: September 29, 2011, 19:16:52 »
Hat denn jemand erfahrungswerte mit 3 männern? 2 jungs und ein mädel gibt ja eher knatsch oder?
2 weiber dazu vielleicht?
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Offline mirimimi

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Re: Was soll aus Jonas werden?
« Antwort #8 am: September 30, 2011, 08:13:20 »
wär echt lieb wenn ich noch ein paar erfahrungswerte von euch haben könnte.
bin so unschlüssig  :(
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Offline Juli

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Re: Was soll aus Jonas werden?
« Antwort #9 am: September 30, 2011, 15:24:00 »
Hallo Miri,

zu deiner Frage mit den 3 Männern kann ich dir leider mangels Erfahrung nichts sagen.
Zu der Mädels WG kann ich dir nur sagen, ich hatte mal zeitweise 1 Kastraten und 3 Weiber und es hat super geklappt.
Ich bevorzuge nach wie vor die Variante Kastrat und Mädel und würde mich vermutlich nicht auf eine Dreier-Konstellation einlassen, da ich befürchten würde, dass dann einer ausgeschlossen würde.

Mein Ricky hatte ja mit 8 Jahren seine Partnerin verloren und ich habe ihn dann mit einer jüngeren Häsin vergesellschaftet. Die beiden hatten noch 3 schöne Jahre zusammen und haben sich sehr gut vertragen.
Ich würde auch - oder gerade- ein Seniorennin nicht allein lassen. Mein Ricky ist 11 Jahre alt geworden und hätte ich ihn damals nicht mehr neu vergesellschaftet, wäre er 3 Jahre lang alleine gewesen. Außerdem habe ich auch den Eindruck gewonnen, dass er bei all seinen Krankheiten und Problemen im Alter auch in seiner Partnerin immer eine Stütze gefunden hat.
Insgesamt wäre alleine halten für mich sowieso nie eine Variante!

Lange Rede, kurzer Sinn- ich möchte dich ermutigen, für Jonas eine Partnerin zu suchen! Im Tierheim oder bei den Tierschutzorgas findest du garantiert eine etwa gleichaltrige Häsin.

Ich drück dir Daumen und wünsch dir alles Liebe!  ;)
Liebe Grüße von Juli,
mit Kasimir und Hermine
& mit den Sternen- Nins Bounty, Emmy, Ricky, Mary und Flymo im  :herzi: ...


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