Autor Thema: Plädoyer für die Kastration von weiblichen Kaninchen  (Gelesen 3427 mal)

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Offline GerhardS.

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Plädoyer für die Kastration von weiblichen Kaninchen
« am: September 22, 2008, 12:12:00 »
Hallo,
ich war schon immer der Rammler-Kastration kritisch gegenüber eingestellt. Und hier habe ich eine Web-Seite gefunden, wo alles kompakt erklärt ist, finde ich:

Kastration eines geschlechtsreifen, erwachsenen Rammlers ist  ein folgenschwerer Eingriff in die Persönlichkeit des Männchens und in die Partnerkonstellation der Tiere und ist eher  abzulehnen

Gerhard

Ich finde, dieser Text hat seine Berechtigung. Bin aber jetzt richtig froh, daß es mit unserm Pärchen bisher so harmonisch läuft...
Wobei, in einem Punkt ist der Text stark untertrieben: "... urigen Geruch (...) auf seine Partnerhäsin schleudert..."   Da sollte dann eher stehen: "Manche Rammler wandeln in ihrer körpereigenen Chemiefabrik das Frischfutter+Heu in eine dunkle, gasende Masse um, die bei den Menschen Pipi in den Augen stehen lassen und Wohnungen unbewohnbar machen kann"

Offline Tosh

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Re: Plädoyer für die Kastration von weiblichen Kaninchen
« Antwort #1 am: September 22, 2008, 13:37:03 »
Ein interessantes Thema welches hier bestimmt eine noch interessantere Diskussion auslösen wird. Mir stößt allerdings dieser Satz ein bißchen auf:

"Es gibt keine moralische Rechtfertigung für solch massive Eingriffe in die körperliche Unversehrtheit von gesunden Kaninchen. Und zu keinem Zeitpunkt gaben die Tiere uns die Erlaubnis für Kastrationen."

Das gilt für alle Tiere, nicht nur für Kaninchen. Würden alle so denken und dementsprechend nicht handeln, würden wir in einer Katzengesellschaft leben. Man muss manchmal handeln um eine Überbevölkerung zu vermeiden.

Ich persönlich befürworte die Rammlerkastra weil es eben günstiger und risikoarmer ist. Es gibt bei Haustieren nun mal keine natürliche Auslese und in dem Fall haben eben die Männer das kürzere Stäbchen gezogen.


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Re: Plädoyer für die Kastration von weiblichen Kaninchen
« Antwort #1 am: September 22, 2008, 13:37:03 »

Offline primel

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Re: Plädoyer für die Kastration von weiblichen Kaninchen
« Antwort #2 am: September 22, 2008, 14:11:29 »
Der gesammte Beitrag sagt mir nicht zu.

Wer auch immer das schrieb,konnte  Scheinschwangerschaft und Hitze nicht auseinander halten.

Und mit dem Ziel des Verfassers kastrierte Häsin neben einem unkastrierten Rammler zu halten stempel ich das ganze mal als *netter Versuch* ab,aber völlig unrealistisch.

Alle Argumente gegen eine Rammlerkastration in diesem Text,treffen genauso für eine Häsinnenkastration zu.

Der Text sagt für mich nichts weiter aus,als das Kaninchen nicht für Gefangenschaft geeignet sind.










Offline Tosh

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Re: Plädoyer für die Kastration von weiblichen Kaninchen
« Antwort #3 am: September 22, 2008, 14:18:07 »
Der gesammte Beitrag sagt mir nicht zu.
Alle Argumente gegen eine Rammlerkastration in diesem Text,treffen genauso für eine Häsinnenkastration zu.

Jup *nickt zustimmend*

Offline Lilia

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Re: Plädoyer für die Kastration von weiblichen Kaninchen
« Antwort #4 am: September 22, 2008, 15:11:57 »
Ich finde, solange der Mensch sich das Recht rausnimmt, Tiere zu domestizieren und im Wohnzimmer oder Stall zu vermehren, hat er auch das Recht, das Tier kastrieren zu lassen, um ihm in seiner Situation, ein möglichst schönes Leben zu ermöglichen.

Solange nicht widerlegt ist, dass ein unkastrierter Rammler und in seiner Gesellschaft lebende Weibchen, unter seinem Trieb leiden müssen, würde ich immer wieder für eine Kastra plädieren.

Man sollte sich vielleicht nicht so viel auf Tierrechte konzentrieren, sondern lieber mal darüber nachdenken, was passiert, wenn wir allen Tieren ihr Recht, selbst Entscheidungen zu treffen, überlassen würden.

Offline primel

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Re: Plädoyer für die Kastration von weiblichen Kaninchen
« Antwort #5 am: September 22, 2008, 15:31:40 »
Solange der Mensch so egoistisch ist Tiere zu seinem Nutzen zu halten und einzusperren,sind Tierrechte/Tierrechtler zwingend.
Ohne diese Menschen würde es keinen Fortschritt zu den Tierschutzgesetzen und deren Durchsetzung geben.
Man denke nur mal was die Menschen schon alles für den Transport von Nutztieren erreicht haben.

Auch unter Tierrechtlern gibt es sicher schwarze Schafe.
 :schaf:

Einigen fehlt vielleicht schlichtweg die Erfahrung am Tier.



Offline GerhardS.

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Re: Plädoyer für die Kastration von weiblichen Kaninchen
« Antwort #6 am: September 22, 2008, 15:43:39 »
Doofe Frage, werden bei der Weiberkastra auch die Eierstöcke weggeschnippelt? Weil die bei  den Hasis doch an der Gebärmutter dranhängen? Wenn ja, dann verstehe ich, warum die kastrierte Häsin genauso eine Wesensänderung erfahren muss (Hormonhaushaltsveränderung).  Oder  ist das Wesen bei denen nicht so sehr von den Eierstöcken abhängig?
Und wie sind denn kastrierte Häsinnen so? - Wie ihre Männers, so bischen träge, gleichgültig gaga und laufen hinterher wie ein Hund?

Wahrscheinlich haben diese Seiten (ganz unten noch Drop-down für 5 weitere Seiten), die ich da heute entdeckte, einen uns unbekannten Zweck.
Ich sags mal so: Fand es ganz interessant zu lesen - aber ne Waschmaschine kaufen tu ich mir davon auch nicht.

Gerhard


Offline Djembe

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Re: Plädoyer für die Kastration von weiblichen Kaninchen
« Antwort #7 am: September 22, 2008, 17:20:53 »
Doofe Frage, werden bei der Weiberkastra auch die Eierstöcke weggeschnippelt? Weil die bei  den Hasis doch an der Gebärmutter dranhängen? Wenn ja, dann verstehe ich, warum die kastrierte Häsin genauso eine Wesensänderung erfahren muss (Hormonhaushaltsveränderung).  Oder  ist das Wesen bei denen nicht so sehr von den Eierstöcken abhängig?
Und wie sind denn kastrierte Häsinnen so? - Wie ihre Männers, so bischen träge, gleichgültig gaga und laufen hinterher wie ein Hund?
Wir haben ja eine kastrierte Kaninchendame und dazu muß ich sagen, dass sie sich vom Wesen her in keinster Weise verändert hat. Sie ist noch genauso dominant. Sie war auch vorher schon die eher ruhige, überlegte. Sie beruhigt die Gruppe, wenn sie aufgeregt ist und ordnet alles, so wie es eine Mutter mit ihren Kindern tut. Das machte sie allerdings vorher genauso. Das einzige, das sich geändert hat, ist, dass sie nicht mehr ss ist und nicht mehr die damit zusammenhängende Zickigkeit an den Tag legt. Aber sie ist sehr aktiv, läuft viel und jagt auch nach wie vor unsere Lili und die beiden haben nach wie vor ihre Kämpfe.

Die Kastra war natürlich ein größerer Eingriff als bei den Rammlern, aber sie hat es auch sehr schnell verwunden. Bei der Kastra wird die Gebärmutter rausgenommen.

Liebe Grüße auch von Charly


Offline Nina

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Re: Plädoyer für die Kastration von weiblichen Kaninchen
« Antwort #8 am: September 22, 2008, 17:48:56 »
Ein nicht kastrieren der Rammler ist nicht kompatibel mit der Gruppenhaltung .... und ein dauerpotentes Tier mit einen kastrierten Weibchen zusammenzustecken ist auch nicht die Lösung .... ausserdem ist Rammlerkastra einfacher als Häsinnenkastra .....   >:D



Es ist ein Jammer, dass die Dummköpfe so selbstsicher sind und die Klugen so voller Zweifel

Offline glory

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Re: Plädoyer für die Kastration von weiblichen Kaninchen
« Antwort #9 am: September 22, 2008, 18:06:56 »
Also ich kann dem Text nicht so recht viel abgewinnen.
Eine Scheinschwangerschaft gab´s hier noch nie und unser kleiner Rammler ist nach seiner Kastra noch genauso lebendig wie vorher auch!


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