Autor Thema: hilf kastrieren bei unruhe?  (Gelesen 2711 mal)

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Offline sam

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hilf kastrieren bei unruhe?
« am: Dezember 14, 2008, 08:29:33 »
morgen, haben 2 kaninchen, max ist schon kastriert, er ist auch total lieb und ruhig, aber unser weibchen fiona ist von einer sekunde auf die andere total wild und stampft, als ob sie gleich jemand angreifen würde. gerade noch streicheleinheit genossen und plötzlich spinnt sie total... jetzt hab ich gehört das es viell hilf das weibchen auch zu kastrieren. dann würde es ruhiger und weniger schreckhaft werden...

Offline Molle

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Re: hilf kastrieren bei unruhe?
« Antwort #1 am: Dezember 14, 2008, 09:32:47 »
Hej,
Zitat
jetzt hab ich gehört das es viell hilf das weibchen auch zu kastrieren. dann würde es ruhiger und weniger schreckhaft werden...
Stimmt! Aber vorher sollte das warum geklärt werden.

Aber bevor du viel Geld für die Kastra ausgibst, wäre es sinnvoller erst ein mal ihre Gebärmutter auf Veränderungen hin untersuchen zu lassen (Abtasten und/oder Ultraschall). Sind da keine, ist eine Kastra nicht zwingend notwendig, denn Ninchenweibchen werden in regelmäßigen abständen hitzig (paarungsbereit) u. dann führen sie sich so auf.
Wenn sie das selbe Verhalten aufgrund einer Veränderung an der Gebärmutter zeigt, ist sie scheinschwanger: http://www.diebrain.de/k-schein.html
Wenn dieses mehr als drei mal im Jahr oder in sehr kurzen Abständen vorkommt, sollte sie wirklich kastriert werden.

Wie alt sind deine Nins jetzt?
Denn viele Kaninchen sind als Jungtiere niedlich und einfach zu halten, aber mit Beginn der "Teenagerjahre bzw. Pubertät" etwa im Alter von 6 bis 12 Monaten können sie quasi über Nacht zum "Monster"werden, wollen dann nicht mehr hochgehoben werden u. wollen selbst entscheiden, ob sie gestreichelt werden wollen oder nicht bzw. werden sie etwas "renitent".
Diese Phase vergeht wieder, aber trotzdem sollte man sich als Halter zu viel Unsinn auch nicht gefallen lassen z.B. Zerstörungswut. Da sollte man dann schon erzieherisch tätig werden.

Wie viel Platz haben deine Süßen dauerständig zur Verfügung und wie viel u. wie oft bekommen sie Auslauf?
Damit Nins ihren Bewegungdrang (und das gerade, wenn sie jung oder in der Pubertät sind) ausleben können, brauchen sie viel Platz (mind. 2m² pro Nin 24h tgl. + 4-6h Auslauf) u. Auslauf. Weiterhin ist es für den kastrierten Rammler auch nicht immer toll, wenn seine Partnerin wieder ihre Phase hat, so dass auch der Platz nötig ist, um das er ihr aus dem Weg gehen kann.

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Re: hilf kastrieren bei unruhe?
« Antwort #1 am: Dezember 14, 2008, 09:32:47 »

Offline sam

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Re: hilf kastrieren bei unruhe?
« Antwort #2 am: Dezember 14, 2008, 10:03:16 »
sie sind schon ca 1,5 jahre, und geschwister.

hab sie in nem doppelstöckigen kafig. aber wir lassen sie fast jeden tag auf den balkon oder in den garten raus...
also platz haben sie mehr als genug.hüpfen dann auch immer wie wild hin und her wenn se draußen sind...

des verhalten von ihr ist aber fast immer so. nicht nur 3 mal im jahr. ist schon fast dauerzustand

Offline Alice

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Re: hilf kastrieren bei unruhe?
« Antwort #3 am: Dezember 14, 2008, 11:04:36 »
kann es vielleicht sein, dass sie irgendwas erschreckt? meine dame stampft auch öfters.  ich find sie erschreckt an falschen bewegung oder wenn sie ungewohnte geräusche hört. läuft vielleicht der fernseher?  mein kastrat dagegen stampft nie, der is die ruhe selbst.

eine kastra würd ich nicht gleich machen lassen. schon allein vom risiko her. wie molle schon gesagt hat, erstmal untersuchen lassen ob sie was an der gebärmutter hat. aber gleich drauflos schnippeln würde ich nicht.

grüßle alice
Viele liebe Grüße von mir und meiner Fellbande :wink2:

Offline Sila

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Re: hilf kastrieren bei unruhe?
« Antwort #4 am: Dezember 14, 2008, 11:11:59 »
Ist sie nur im Käfig so oder auch, wenn sie Auslauf hat?

Ich hatte mal so eine Häsin aus Käfig-Innenhaltung, die war aggressiv, wenn sie sich in die Ecke gedrängt gefühlt hat. Sie hat dann bei mir draußen ohne Käfig gelebt, da konnte man sie aus der Hand füttern und streicheln, wenn man zu schnell auf sie zu ist, hat sie geknurrt und mit den Vorderpfoten geschlagen, also angegriffen.

Vielleicht ist das Revierverhalten. Wenn sie so im Käfig ist, versucht doch einen Freilauf drumherum zu stellen, damit sie dort immer Zugang haben.

Offline Molle

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Re: hilf kastrieren bei unruhe?
« Antwort #5 am: Dezember 14, 2008, 16:02:55 »
Hej,
Zitat
Vielleicht ist das Revierverhalten. Wenn sie so im Käfig ist, versucht doch einen Freilauf drumherum zu stellen, damit sie dort immer Zugang haben.
Genau, denn selbst ein Doppelstockkäfig ist zu wenig Platz, da ein Nin im Vergleich den selben Bewegungsradius wie eine Katze hat u. eine Katze würde ja auch niemand in solch einen Käfig sperren.

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Offline Djembe

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Re: hilf kastrieren bei unruhe?
« Antwort #6 am: Dezember 15, 2008, 12:02:39 »
Unter "Stampfen" ist da vielleicht klopfen gemeint. Das machen Nins, wenn sie Gefahr orten. Es dient zum Warnen im Rudel. Ist also ein ganz normaler natürlicher Instinkt. Meine Nins machen das bei neuen Geräuschen oder Gerüchen. Wenn z.B. die Nachbarkatze im Anmarsch ist, dann wird sofort gewarnt. Ich kann so oft noch nicht mal sehen - suche dann und finde sie - sie warnen wirklich super!
Und: dieses Verhalten bleibt auch bei einer Kastra!
Dass sie durch eine Kastra weniger Schreckhaft wird, liegt eher im Bereich des Unmöglichen. Da sind eher die Ursachen woanders zu suchen.
Vielleicht liegt es auch an einer traumatischen Erfahrung.
Ich hab auch eine etwas schreckhafte Lady, die allerdings zu uns zutraulich ist, bei jedem anderen aber sofort die 1. ist, die das Weite sucht. Und sie schmust auch total gerne. Hat allerdings bei ihr etwas Geduld gebraucht. Und: man muß  sich ihr auch ruhig und langsam nähern. Bei einer schnellen Bewegung schreckt sie sich sofort.
Wichtig ist natürlich für ein ausgeglichenes Verhalten:  viel Platz! pro Nin mindestens 2 qm, Weibchen brauchen meist 3 qm - wenn sie grade ss sind, brauchen sie ihre Ruhe.
Liebe Grüße auch von Charly



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