Autor Thema: Shila- schwere Entscheidung  (Gelesen 9365 mal)

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Offline Paloma

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Shila- schwere Entscheidung
« am: April 24, 2009, 17:37:29 »
puh wo fange ich an.

ich baue gerade an einem freigehege für die ninchen meiner schwestern. zum verständnis: es handelt sich um zwei pärchen, je kastrat und weibchen.
eine VG ist schonmal gescheitert, das ist ein halbes jahr her und die neue VG sollte dann im freigehege stattfinden.

ich wohne ja neben meinen eltern und natürlich beschäftige ich mich auch mit den 4 nins, wenn auch nicht wie mit meinen eigenen.
da meine ältere schwester erst 14 ist, kümmern sich meine eltern auch noch viel um die 4.
Vor ca. 1,5 jahren war Shila (6 jährige ninchendame) oft scheinschwanger. sie saß auch 2 monate alleine weil sie eben deshalb so unverträglich war,
extrem gestresst und schreckhaft. schon beim betreten ihres geheges traten ihr die augen vor stress raus.
natürlich wollte ich meine eltern schon damals von einer kastra überzeugen und die TÄ hat nichts anderes gesagt. aber meine mutter hat sich davor
gescheut weil sie meinte dass shila nicht einmal den transport überlebt.
nun ja ich könnte noch viel erzählen aber ich muss mal auf den punkt kommen. nach etwa zwei monaten änderte sich alles wieder und shila konnte
wieder mit ihrem kumpel zusammen.die ängste vor der kastra konnte ich nicht ausreden, und meine mutter war der meinung, shila ginge es wieder gut.

Sie ist natürlich topfit und im verhalten nicht auffällig im moment. aber heute lag sie auf der seite und ich sah dass eine ihrer zitzen gerötet war.
hab sie dann mal genau abgetastet (ich nehme sie sonst niemals hoch o.ä., eben weil sie so schreckhaft ist) und merkte, dass alle zitzen leicht dick sind.
wutentbrannt bin ich dann zu meiner mutter und sie gab kleinlaut zu, dass sie das schon ewig gefühlt hat und es aber genau "beobachtet" da eine zitze
aber anscheinend entzündet war sind wir sofort zur TÄ. wie zu erwarten war, handelt es sich in jeder zitze um kleine knoten.
für die entzündung gibts jetzt täglich AB und desinfektion. ach das wird schon wieder viel zu lang, also:

TÄ sagt: die OP wird ein riesiger eingriff, der ganze bauch wird eine wundfläche, gebärmutter muss nat auch raus. außerdem muss geröngt werden,
gibt es anderweitige methastasen (<- richtig?), ist von der OP abzuraten. die tumore sind jetzt schmerzfrei (entzündung ausgeschlossen), und man
kann davon ausgehen dass sie sehr langsam wachsen.

meine mutter sagt: OP wäre eine quälerei von vielen wochen, erfolgssausichten alles andere als gut. ich solle nicht krampfhaft alles versuchen und das
tier mit dem stress und schmerzen quälen, sondern ihm die letzten unbeschwerten 1-2 jahre gönnen (shila ist sechs)

ich sage: ich will erstmal röntgen und dann weitersehen. das problem ist, dass ich selbst nicht weiß ob es das beste ist für shila alles zu probieren,
aber vor meinen eltern muss ich so tun als würde ich das denken.

die argumente für die OP könnt ihr euch sicher denken, aber meine bedenken sind:
- das außengehege und eine VG wird für die nächstem wochen undenkbar, am ende wird sie alleine sein müssen und sich kaum bewegen dürfen
- wie soll ich mich dagegen durchsetzen, shila ist nicht mein kaninchen
- was wenn es wirklich mein egoismus ist, dass ich das gefühl haben will alles zu versuchen, obwohl sie das quält. sollte ich vll doch die größe haben ihr
allen stress zu ersparen? nicht mal die TÄ konnte uns eindeutig zu etwas raten

der lange beitrag tut mir leid, aber irgendwie musste ich das alles erwähnen. am montag geht es das nächste mal zum TA und bald zum röntgen
(obwohl meine mutter das auch nicht will). ich muss das einfach nur mal jemandem mitteilen der nicht absolut anderer meinung ist als ich.

Offline Zinra

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Re: Shila- schwere Entscheidung
« Antwort #1 am: April 24, 2009, 18:03:38 »
Erstmal :troest:
Mach dich nicht verrückt!

Was wäre daran so schlimm, die VG für 2-3 Wochen zu verschieben?
Nicht so viel, oder?

Auch ich würde morgen erstmal das Röntgen abwarten und gucken, was dabei raus kommt.
Gibt es keine weiteren Metastasen ( eher so ;) ) dann würd ich wohl operieren lassen.
Gibt es sie doch, würde ich die VG ohne sie machen, diesen Stress muss sie dann nicht über
sich ergehen lassen. Und auch die Gruppe wäre gestresst, wenn sie dann plötzlich wieder
fehlen würde...


Solch eine OP wäre keine Quälerei von mehreren Wochen, meiner Meinung nach.
meine Cookie wurde auch der Bauch aufgeschnitten, nch einer Woche war sie wieder fit.
Wenn Shila wirklich operiert werden kann, dann hat sie maximal eine Woche Probleme aber vielleicht
noch mindestens 4Jahre ein schönes Leben mit den anderen :o und 1-2 würde sie mit Krebs sicher
nicht erleben.
mit fröhlichen Grüßen,
 Zinra
:ui:

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Re: Shila- schwere Entscheidung
« Antwort #1 am: April 24, 2009, 18:03:38 »

Offline Paloma

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Re: Shila- schwere Entscheidung
« Antwort #2 am: April 24, 2009, 18:27:20 »
ich verstehe auch einfach die einstellung meiner mutter nicht. mit ihren hunden rennt sie zum TA wenn sie nur eine trockene nase haben.

also es wird schon etwas länger als 2-3 wochen dauern, da die wunde von unter dem kinn bis zwischen die hinterbeine gehen wird.
ich werde im sommer weg ziehen um zu studieren und dann habe ich die weitere entwicklung nicht mehr unter kontrolle, aber das ist ein ganz anderes thema.
ich kann das risiko ja auch nicht verleugnen, würde sie bei der OP sterben oder danach, würde ich damit einfach nicht klar kommen.

jetzt wohnen sie noch in einer ehmaligen werkstatt, und das finde ich einfach nicht schön und möchte seit monaten, dass sie endlich raus kommen.
den ganzen winter hatte ich ein schlechtes gewissen, wenn ich sie gesehen habe auf dem trostlosen betonboden :(

ja du hast recht, dass man ihr einen umzug und die VG nicht zumuten sollte. ich bin eben auch so durch den wind, weil meine gesamte planung jetzt hinfällig wird.
die 1-2 jahre waren auch eine zahl die meine mutter genannt hat, und sie möchte eben gerne glauben dass das gutartige tumore sind die shila nicht weiter beeinträchtigen

Offline primel

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Re: Shila- schwere Entscheidung
« Antwort #3 am: April 24, 2009, 18:31:32 »
Bei solchen Op's tendiere ich immer zu einer Zweitmeinung.
Röntgenbilder mitnehmen und abklären.


Offline Paloma

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Re: Shila- schwere Entscheidung
« Antwort #4 am: April 24, 2009, 18:35:41 »
seit meiner erfahrung mit meinem zwerghamster finde ich eine zweite meinung auch immer unglaublich wichtig.
ich fühle mich bei meiner TÄ zwar gut beraten, aber ich werde mir die zweite meinung grade in der tierklinik holen
in der ich röntgen gehe (meine TÄ hat kein gerät). als ich mit einem meerie mal da war, waren die auch sehr kompetent.

Offline Zinra

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Re: Shila- schwere Entscheidung
« Antwort #5 am: April 24, 2009, 19:34:26 »
also es wird schon etwas länger als 2-3 wochen dauern, da die wunde von unter dem kinn bis zwischen die hinterbeine gehen wird.
ich werde im sommer weg ziehen um zu studieren und dann habe ich die weitere entwicklung nicht mehr unter kontrolle, aber das
ist ein ganz anderes thema.
ich kann das risiko ja auch nicht verleugnen, würde sie bei der OP sterben oder danach, würde ich damit einfach nicht klar kommen.

Vom Kinn? das glaub ich grad nicht :o
Eine OP bei der die Milchleisten und die GM raus müssen, wird der Bauch nicht am Kinn geöffnet.
Zum anderen haben Kaninchen ein anders Schmerzempfinden als wir Menschen

Ok, dass du wegen dem OP-/Narkoserisiko besorgt bist, versteh ich ganz gut, aber ihr
deswegen eventuell (das klärt sich bestimmt bei dem Röntgen) ihr Leben zu verkürzen, fänd
ich sehr schade. Gutartige Tumore zeichnen sich durch die Abgrenzbarkeit vom übrigen Gewebe aus.
Dass sie "gutartig" sind heißt nicht, dass sie nicht dennoch Schaden verursachen können, die
sind anders betrachtet auch gefährlich.

Ich finde die zweite Meinung in solchen Fällen auch obligatorisch.

mit fröhlichen Grüßen,
 Zinra
:ui:

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Offline Paloma

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Re: Shila- schwere Entscheidung
« Antwort #6 am: April 24, 2009, 19:54:29 »
ok kinn ist falsch ausgedrückt. die tumore/knoten müssen einzeln entfernt werden, sie hat das mit der hand in etwa gezeigt,
und sie muss bei den vorderpfoten anfangen. ich meinte damit nicht etwa den hals oder so, jedenfalls ist es keine kleine wunde am ende.

natürlich ist es nicht in meinem sinne, ihr leben zu verkürzen, oder ihr die chance auf ein längeres leben zu nehmen. und ich bin auch nicht
der meinung dass sie mit guten tumoren problemlos weiterleben kann. Der erste beitrag war wohl etwas konfus und so viele meinungen gemischt.


darf ich hier mal betonen, dass sie längst kastriert wäre wenn sie mein kaninchen wäre, und dass es wahrscheinlich nicht so weit gekommen wäre.
ich fühle mich eben auch für sie verantwortlich, und ich weiß was das für eine doppelmoral ist nach so langer zeit zu handeln und dann jeden ausweg zu suchen.
es ist einfach keine leichte entscheidung, vor allem wenn andere dagegen sind.

Offline primel

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Re: Shila- schwere Entscheidung
« Antwort #7 am: April 24, 2009, 20:09:08 »
Also die Milchleisten fangen tatsächlich vor den Vorderpfoten an,so am Brustbereich.

Zum Schmerzemfinden mag ich nichts beurteilen.

Offline Zinra

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Re: Shila- schwere Entscheidung
« Antwort #8 am: April 24, 2009, 20:49:20 »
Primel:
Stell dir vor, du bekommst den Blinddarm rausgenommen und wie lange es dauert,
bis du wieder voll bewegungsfähig bist und wie flott es bei einer Kastration geht.

Paloma, ich wollte dich sicher nicht an den Pranger stellen! :)
Man kann leider nicht mal auf seine eigene Familie genug Einfluss nehmen...
mit fröhlichen Grüßen,
 Zinra
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Offline primel

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Re: Shila- schwere Entscheidung
« Antwort #9 am: April 24, 2009, 21:03:00 »
Primel:
Stell dir vor, du bekommst den Blinddarm rausgenommen und wie lange es dauert,
bis du wieder voll bewegungsfähig bist und wie flott es bei einer Kastration geht.

Hm,ich weiß nicht.
Sicher läuft die Wundheilung schneller,denn der ganze Organismus läuft beim Kanin schneller wie beim Menschen.
Ausserdem zeigen diese Tiere einfach nur im äußersten Notfall das sie Schmerzen haben.
Nein ich glaube nicht das sie ein anderes Schmerzemfinden haben wie Menschen,sie haben nur einen anderen Instinkt damit umzugehen.

Trotz alledem gibt es ja gegen Schmerzen bei Tieren auch Tropfen und Mittelchen um ihnen etwas zu erleichtern.




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