Muckel hat da ja schon ein paar gute Tipps gegeben, das kann ich so unterschreiben.
Getreidefrei muss man nicht füttern, auch Wildkaninchen nehmen Getreide auf, allerdings macht das nur einen sehr kleinen Prozentsatz der Nahrung aus (im Gegensatz zum handelsüblichen Trockenfutter, das fast nur aus Getreide und bunten Pops besteht).
So etwa 4-5% des Futters darf auch aus Getreide bestehen, allerdings möglichst naturnah, also nicht geschält und poliert, sondern wenn möglich im Spelz.
Hafer ist generell gut verdaulich, Weizen mit seinem hohen Kleberanteil allerdings wieder weniger.
Mais kannst Du entweder frisch geben (lecker!), oder gequetscht (dieser Rollsplitt-harte Trockenmais ist gequetscht leichter verdaulich), ansonsten gibt es Dinkel im Spelz, grünen Hafer (getrocknet in der Ähre), Pseudogetreide, wie etwa Hirse (Kolbenhirse, Darikolben), Amaranth (Fuchsschwanz) oder Sämereien (Leinsaat, Fenchelsamen, Anissamen, Sonnenblumenkerne, Mariendistelsamen, Glanzsaat, Nigersaat usw.) Du kannst auch mal einen Teelöffel Vogelfutter dazugeben. Allerdings das ohne Muschelkalk usw.
Haferflocken sind auch OK, sie halten sich nur nicht so lange, wie Hafer im Spelz, da ja die Zellstruktur zerstört wurde.
Man muss sich also nicht schämen zuzugeben, dass man ab und zu etwas Getreide füttert, besonders bei Dünnis und Aussenhaltung im Winter kann das sehr nützlich sein.
Erbsenflöcken, Trockenobst usw. als kleine Leckerchen zwischendurch helfen auch beim Speckansetzen.
Und Wurzelgemüse ist Energiereicher, als Blattgemüse, allerdings würde ich eine Trockenkräutermischung dazureichen, wenn Du nur wenige Sorten FriFu fütterst, so dass sie sich heraussuchen können, was sie noch an Nährstoffen brauchen.
Im Winter kannst Du dann auch getrockneten Wegerich, Huflattich, Minze, Melisse usw. geben, wenn sie sich nach Husten oder Schnupfen anhören, diese Kräuter sind gut gegen Erkältungen.