Autor Thema: Krebs und Oberschenkelbruch  (Gelesen 6001 mal)

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Offline hsto

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Krebs und Oberschenkelbruch
« am: April 18, 2012, 21:28:50 »
Hallo Ihr Wackelnasen,

nachdem wir unsere Diana ja jetzt erst seit letztem Sommer aus dem Tierheim geholt haben, hat sie sich super gut eingelebt und ist mit unserem Filou total verschmust. Leider hatte sie im Herbst ja bereits eine OP wegen Tumorknoten. Nachdem das überstanden war, hatten die beiden eine schöne Zeit. Die Kleine ist so süß...
Nun der nächste Schock. Ich habe einen neuen Knoten gefühlt und bin wieder zum TA. Bevor sie erneut operiert wird, wollte ich sie röntgen lassen.
Heute war ich dann mit ihr zum Röntgen. Leider sind schon Metastasen in der ganzen Lunge. Eine OP des Tumors also sinnlos. Aber damit der schlechten Nachrichten nicht genug. Beim Röntgen wurde gleichzeitig auch ein Bruch des Oberschenkels festgestellt. Der war heute früh noch nicht da. Muss wohl auf dem Weg zum TA passiert sein - oder beim Röntgen???
Ich soll jetzt erst mal gucken, wie sie sich verhält und dann evtl. den Bruch operieren.
Nur, sie hat wahrscheinlich sowieso nur noch max. 3-6 Monate zu leben mit ihrem Krebs und mit dem gebrochenem Bein muss sie auch noch in einen engen Käfig und von ihrem Partner getrennt werden. Das ist doch alles keine Lebensqualität mehr. Ich bin so geschockt und ratlos. Sie sitzt jetzt in einer Ecke vom Gehege versteckt, ich habe ihr Schmerzmittel gegeben, aber es scheint nicht viel zu helfen.   Ich habe im Internet gelesen, dass es bis zu 6 Monaten dauert, bis ein Bruch wieder belastbar ist - nur das erlebt sie gar nicht mehr.
Was soll ich nur tun?

LG hsto

Liebe Grüße hsto





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Offline Nina

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Re: Krebs und Oberschenkelbruch
« Antwort #1 am: April 18, 2012, 21:55:20 »
Och mensch das is ja doof :(

ich glaub ich wüsst auch nicht was ich genau tun würde aber ich denke du wirst mit dem TA eine Lösung finden wenn sie zu viel Schmerzen hat :(


Es ist ein Jammer, dass die Dummköpfe so selbstsicher sind und die Klugen so voller Zweifel

Wackelnasen - deine Kaninchen und Meerschweinchen Community

Re: Krebs und Oberschenkelbruch
« Antwort #1 am: April 18, 2012, 21:55:20 »

Offline Zinra

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Re: Krebs und Oberschenkelbruch
« Antwort #2 am: April 19, 2012, 10:46:44 »
Ach menno, das sind ja keine guten Nachrichten :weinen:
...was sagte denn der TA was er dir rät? OP am Bein oder soll sie
das tatsächlich aussitzen? Das ist ja aber kein Leben, das mss er
doch auch sehen und verstehen. =(
Ich hab keine Ahnung was den Bruch angeht, aber wie lange muss
sie danach denn noch geschont werden? Alternativ, starker Verband
und Metacam bis es nimmer geht....?
mit fröhlichen Grüßen,
 Zinra
:ui:

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Offline hsto

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Re: Krebs und Oberschenkelbruch
« Antwort #3 am: April 19, 2012, 20:37:32 »
Hallo, heute geht es unserer Häsin besser als gestern. SIe frisst gierig und hoppelt kurze Strecken auf 3 Beinen. Der Filou leckt sie dauernd und ist meist ganz friedlich zu ihr. Ich habe heute noch mal mit dem TA gesprochen. Eigentlich müsste der Bruch operiert werden, die Chance auf Heilung ist sonst viel geringer. Aufgrund ihrer geringen Restlebenserwartung wegen des Tumors in der Lunge und des Narkoserisikos bei dem geschwächten Zustand, rät er aber von einer OP ab.

Ohne OP müsste sie, um eine Heilung zu begünstigen, eigentlich in einem engen Käfig (ca. 40 x 40 cm) 2-3 Monate  ohne Bewegung leben.
Das möchte ich für sie nicht, weil sie eh nur noch ein paar Wochen zu leben hat durch den Lungentumor. So hat mit der TA geraten, sie weiter zu beobachten und wenn es ihr schlechter geht, sie nicht mehr richtig frisst usw. , soll ich sie erlösen lassen. :flenn: :flenn:

Ich fasse das alles nicht, bis gestern früh ging es ihr noch so gut.- und nun ist ihr Leben kurz vor dem Ende...

 Ich weiß echt nicht, wobei sie sich den Bruch zugezogen hat, evtl. bei der Fahrt zum TA. Dabei saßen zwar beide Hasen in der Transportbox, aber vielleicht ist sie irgendwie ungünstig gegen die Wand gedrückt worden???
Auch mein Filou tut ir so leid, hat er doch erst letzten Sommer seinen 1. Partner verloren und jetzt schon wieder...

Echt ätzend.


Liebe Grüße hsto





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Offline mirimimi

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Re: Krebs und Oberschenkelbruch
« Antwort #4 am: April 19, 2012, 21:40:54 »
Arme Maus, manchmal kommts echt dicke  :(
Hoff für dich und Filou dass sie noch etwas nicht allzuschmerzhafte zeit hat, aber OP ist wohl wirklich nichtmehr sinnvoll :troest:
wer meine Schreibfehler findet darf sie gern behalten :irre:


Offline Zinra

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Re: Krebs und Oberschenkelbruch
« Antwort #5 am: April 21, 2012, 17:23:19 »
Jo woher sie nun den Bruch hat kann ich nicht sagen, manchmal wird beim Hakenschlagen übertrieben,
sie kann auch wo abgerutscht (Hausdach), hängen geblieben sein (Heuraufe) aber nur von der Fahrt
allein sicher nicht. Möglich aber, dass der Krebs ihre Knochensubstanz aufgeweicht hat und sie deswegen
so einen Bruch erlitten hat, aber das ist ja nun wahrlich nicht deine Schuld! Alles kann man nun auch
absolut nicht verhindern bei den Süßen! Es tut mir sehr leid, dass du nun schon wieder so eine schlimme
Geschichte mit denen Lieblingen ereben musst :troest: Man wünscht sich doch nur das Beste und dann sowas... =(

Wenn der TA dazu rät ihr die OP zu ersparen, dann nehme ich in dem fall auch an, dass die Zeit der
Heilung zu lang ist um noch etwas von der erfolgreichen OP zu haben.
Bekommt sie dauerhaft nun Schmerzmittel? Was sate der TA ist das ein glatter Bruch, oder hat er
vielleicht sogar eine andere Erklärung bei dem Röntgen im Kopf gehabt?
mit fröhlichen Grüßen,
 Zinra
:ui:

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Offline hsto

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Re: Krebs und Oberschenkelbruch
« Antwort #6 am: April 21, 2012, 22:27:50 »
Hallo Zinra und alle Mitleser,

also die Gonja wurde geröntgt, um zu gucken, ob der Krebs schon die inneren Organe befallen hat. Dabei wurden dann viele kleine Flecken auf der Lunge entdeckt und irgendwie als Zufallsbefund der Oberschenkelbruch. Ich konnte es erst gar nicht glauben, weil ich sie noch morgens fröhlich rumspringen gesehen habe und dann so ein doppelter Schock.
Ich gebe ihr jetzt jeden Tag Metaxacam und beobachte, was sie für einen Eindruck macht. Ich will sie nicht mehr von ihrem Partner trennen, denn er ist sehr fürsorglich und bevor der Bruch soweit geheilt ist, dass eine neue ZF erfolgen könnte, wäre sie schon an dem Krebs gestorben...

Also soll sie solange es noch geht mit unserem Filouchen zusammensein und solange sie gut frisst - und das tut sie noch - warte ich erst mal ab.
Sobald ich das Gefühl habe, sie leidet werde ich sie erlösen lassen. :flenn: :flenn:

Liebe Grüße hsto





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Offline mel

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Re: Krebs und Oberschenkelbruch
« Antwort #7 am: April 22, 2012, 09:31:38 »
Och Mensch hsto, das tut mir unsagbar leid  :(
In so eine Situation möchte niemand kommen.
Nach Deiner Schilderung zu urteilen, würde ich ganz genauso wie Du verfahren.

Würde ihr auch unter keinen Umständen eine Trennung von Filou zumuten,
das macht wirklich keinen Sinn  :( Schön zu lesen, dass Filou sich so liebevoll
kümmert, das ist wirklich sehr viel wert und tut Deiner kleinen kranken Maus gut!
(Heißt sie Diana oder Gonja? - sorry bin verwirrt)

Mit dem Metacam ist eine gute und notwendige Lösung. Dann ist sie wenigstens
weitestgehend schmerzfrei. Welche Dosis bekommt sie?
Solange sie futtert, ist das wirklich ein gutes Zeichen und solange würde ich ihr das
Leben noch so schön wie möglich machen. Berichte mal weiter, wie es ihr geht.

Ich drücke ganz doll die Daumen, dass Filou sie noch eine Weile hat...  :jo: :herzi:

Offline hsto

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Re: Krebs und Oberschenkelbruch
« Antwort #8 am: April 22, 2012, 19:14:29 »
Liebe Mel,

danke dür Deine Antwort und Anteilnahme. Das mit dem Namen ist etwas verrückt - wir haben sie ja aus dem Th und da hieß sie Gonja, der Name gefiel meiner Tochter aber nicht und sie wollte, dass die Kleine Diana heißt. Irgendwie hat sich aber dann doch der Name Gonja durchgesetzt...

Zu der Medikamentengabe: Ich gebe ca. 0,2 ml am Tag . Heute habe ich noch nichts gegeben, da sie einen ganz agilen EIndruck macht. Allerdings ist ihr Zustand leider sehr instabil, denn sobald sie mal ungünstig auf den Fuß aufkommt, kann ja die Bruchstelle wieder neu brechen...



Liebe Grüße hsto





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Offline Zinra

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Re: Krebs und Oberschenkelbruch
« Antwort #9 am: April 23, 2012, 13:32:06 »
Ja das Schmerzmittel gibt ihr Freiheit, auch trügerische Freiheit, es kann ja durch
das fehlende Schmerzempfinden auch zu einer falschen Belastung kommen.
Aber ohne Medikation würde ich sie wohl aktuell noch nicht lassen. Denn es
ist ja doch noch immer ein Bruch. Kaninchen sind Fluchttiere und verstecken
Schmerzen und viele Beschwerden, aber das heißt nicht, dass sie keine haben. :troest:
mit fröhlichen Grüßen,
 Zinra
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