Autor Thema: Encephalitozoonose Erfahrungen & Hilfe  (Gelesen 795 mal)

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Offline manjaxy

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Encephalitozoonose Erfahrungen & Hilfe
« am: Dezember 22, 2015, 19:07:02 »
Hallo Ihr,

am 6.12. wurde bei meiner Kaninchendame Encephalitozoonose festgestellt. Denn nachdem ich beobachtet hatte wie sie den Kopf leicht schief hielt und beim Putzen umgefallen ist, bin ich sofort zum Tierarzt gefahren. Außerdem war sie etwas langsamer in der Bewegung, beziehungsweise saß nur oben im Gehege (da sie den Weg nach unten nicht mehr sicher gefunden hat) und hat sich ohne Probleme von mir aufnehmen lassen, obwohl sie da sonst eher scheu ist.

Wie schon gesagt, hat dieser eine Hirnhautentzündung festgestellt, hat aber gesagt dass meine Häsin im Anfangsstadium ist und man da noch gute Chancen hat das zu behandeln.
Er hat ihr dann 0,5ml Hexadreson gespritzt und mir Flubenol-Paste mitgegeben, von welcher ich ihr aller drei Tage zwei Teilstriche geben sollte, um den Erreger zu behandeln.
Bis zum 15.12. hatte sie sich auch wieder ganz gut aufgerappelt, sie war zwar immer noch etwas orientierunglos und hat den Kopf leicht schief gehalten, hat aber gut gefressen und ist auch wieder wie gewohnt durch das Gehege gehoppelt.

Am 17.12. habe ich dann gesehen, dass sie plötzlich mehr über die Flanken geatmet hat und als ich sie dann eingefangen hatte (wie gesagt, sie war wieder mehr bei sich und hat sich jetzt nicht mehr so leicht fangen lassen), habe ich gesehen, dass ihre Nase total verklebt war und sie beim Atmen auch Geräusche gemacht hat, die zu einer verstopften Nase passen.
Ich bin dann abermals sofort zum Tierarzt, welcher die Nase frei gemacht hat und ihr noch zwei Spritzen gegeben hat (was genau, weiß ich leider nicht mehr). Er meinte, es kommt vor dass die Tiere einen solchen Rückfall haben aber dass die Heilungschancen trotzdem noch ganz gut stehen, wenn sie denn auch wieder frisst (das Fressen hat sie an dem Tag verweigert). Ich habe ihr wie gewohnt auch weiterhin die Entwurmungspaste gegeben.
Am nächsten Morgen habe ich dann wie immer allerlei Gemüse und natürlich Heu gefüttert, und es hat nicht lange gedauert da war auch sie wieder voll dabei und hat von Gurke über Möhre und Brokkoli alles gegessen. Allerdings war sie nach dem Rückfall wieder so orientierungslos wie am Anfang, und hielt den Kopf etwas schiefer.

Mittlerweile putzt sie sich wieder ordentlich, die Nase ist frei, zwei Mal bekommt sie noch Medizin. Fressen tut sie auch. Außerdem springt sie auch durchs Gehege, allerdings findet sie immer noch nicht so richtig den Weg in den oberen Teil vom Stall, oder hat wahrscheinlich auch einfach nur Probleme die Rampe zu benutzen.
Sie springt mit ihrem Freund Nils durchs Gehege, wie vorher auch, sieht eben nur noch etwas eigenartig dabei aus. (orientierungslos, schiefer Kopf)

Habt ihr mit dieser Hirnhautentzündung schon Erfahrung? Denkt ihr meine Emma schafft es wieder? Es wäre doch sehr traurig wenn Nils gerade jetzt im Winter seine Partnerin verlieren würde...
Wie klingt das für euch mit der Besserung und dem Rückfall?
Ich muss ständig daran denken was wird wenn sie es nicht schafft. Aber zur Zeit macht sie ja nicht den Anschein, Schmerzen zu haben, sondern ist ja relativ agil (wie man das eben mit dieser Krankheit so sein kann) und frisst gut.

Offline Anne

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Re: Encephalitozoonose Erfahrungen & Hilfe
« Antwort #1 am: Januar 01, 2016, 16:42:17 »
Wie geht es der Kleinen inzwischen?

Der Rotz wird kein "Rückfall" gewesen sein, sondern ein normaler Infekt der Atemwege (sprich Schnupfen), sowas kann schonmal passieren, dass Immunsystem ist ja stark damit beschäftigt die Hirnhautentzündung zu bekämpfen. Durch den Infekt entsteht natürlich für das Tier Stress, weshalb sich die E.C. Symptome verschlimmert haben.

Bekommt sie die Flubenolpaste nur alle drei Tage oder täglich? Normalerweise gibt man diese täglich und sollte dass bisher nicht der Fall sein, würde ich das auch dringend ändern. Bekommt sie sonst noch andere Medikamente? Ein gehirngängiges Antibiotikum wäre wichtig, genauso wie Vitamin B-Komplex für das Nervensystem.

Die Haltung würde ich versuchen zu optimieren, sprich alles so ebenerdig wie möglich zu machen. Viele E.C. Kaninchen benötigen eine besondere Haltung, dass muss individuell gestaltet werden. Bei deiner Maus scheint es vor allem wichtig zu sein, dass es nicht mehrere Ebenen gibt, damit sie alles so leicht wie möglich erreicht. Es ist zusätlicher Stress, wenn sie gerne auf ihren Lieblingsplatz möchte, diesen aber nicht erreicht, weil die Koordination nicht klappt, von daher guck mal ob du da was umbauen kannst  ^^

Ansonsten klingt es so von dem was man lesen kann ganz gut. Es ist nicht ungewöhnlich, wenn sie einen Schiefkopf beibehalten, viele kommen damit trotzdem gut klar und lernen schnell ihre Umwelt so verändert wahrzunehmen

Ich wünsche euch auf jeden Fall gute Besserung! ^^
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Re: Encephalitozoonose Erfahrungen & Hilfe
« Antwort #1 am: Januar 01, 2016, 16:42:17 »

Offline manjaxy

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Re: Encephalitozoonose Erfahrungen & Hilfe
« Antwort #2 am: Januar 01, 2016, 16:51:59 »
Hallo,
leider musste ich sie letzten Mittwoch einschläfern lassen. Es wurde immer schlimmer, sie konnte kaum noch sehen und hat noch eine Knochenvereiterung bekommen...
Habe mittlerweile aber neue Gesellschaft für meinen Nils gefunden und er hat das ganz gut verkraftet.. Die zwei neuen Weibchen und er verstehen sich jetzt ganz gut, leben noch im VG-Heim und werden nächste Woche in den Stall umziehen.

Offline Anne

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Re: Encephalitozoonose Erfahrungen & Hilfe
« Antwort #3 am: Januar 01, 2016, 17:03:14 »
mein Beleid  :snief:
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Offline manjaxy

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Re: Encephalitozoonose Erfahrungen & Hilfe
« Antwort #4 am: Januar 01, 2016, 17:04:43 »
Danke  :weinen:


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