Hallo,
ich habe selbst zwei auf je einem Auge erblindete Kaninchen. Ich war damals mit dem ersten auch bei einer auf Augenerkrankungen spezialisierten Tierärztin.
Ich würde an deiner Stelle Blut untersuchen lassen (evtl. in Narkose abnehmen lassen, bei uns wurde es bei einer Zahn-OP gemacht, das ist nicht sehr angenehm für die Kaninchen). Dann findet ihr vielleicht die Ursache, es könnte z.B. von Diabetes oder von E. Cuniculi kommen.
Bei meinem Kaninchen war der E.Cuniculi-Titer extrem hoch, daher haben wir eine Kur mit Panacur gemacht. Es wäre nämlich schlecht, wenn die Erblindung auf das andere Auge übergreift. Mit einem Auge kommen die Kaninchen ganz gut klar, weil die Augen seitlich sind, nur sollte man nicht zuviel im Gehege verändern, und darauf achten, dass sich das Kaninchen nirgends verletzen kann.
Man sollte das Auge auch immer gut beobachten und bei Veränderungen sofort den Tierarzt aufsuchen. Der Augeninnendruck kann sich erhöhen, das Auge kann auslaufen, die Linse kann sich verschieben... Von meinen Kaninchen bekommt eines dauerhaft Loxicom (Metacam), das ist ein Schmerzmittel, dass auch entzündungshemmend wirkt. Das andere bekommt es zumindest zeitweise, wenn der Augeninnendruck erhöht ist, oder er sich nicht mehr so gut putzt, was auf Schmerzen hindeutet.
Wir waren schon mehrfach kurz davor, dass das Auge entfernt werden sollte. Bisher ging es noch immer gut, eines ist seit drei Jahren erblindet, das andere seit zwei Jahren.