Thuja und Zypressen sind eigentlich recht einfach zu unterscheiden. Das Problem besteht vielmehr darin, dass wir kaum echte Zypressen bei uns im Garten haben, da diese bezüglich der Temperaturen recht empfindlich sind und meist ab etwa -10° die Flügel strecken.
In den meisten Gärten finden sich daher Scheinzypressen mit relativ hohem Thujon-Gehalt.
Echte Zypressen sind keineswegs zu verteufeln oder immer giftig, im Gegenteil: Es handelt sich um hochwertige Heilpflanzen, die vielseitig einsetzbar sind und gerade im Winter von Tieren aufgesucht werden, die instinktiv kleine Mengen der Blätter aufnehmen, da diese antibakteriell, fiebersenkend, hustenlösend und darmsanierend wirken.
Das heißt natürlich nicht, dass man diese Pflanze frei verfüttern sollte, aber im Grunde kommt es (wie immer) auf die Dosis an.
Wir essen ja auch Petersilie, und dabei war diese Pflanze früher eine beliebte "Frauenpflanze", da das darin enthaltene Gift wehenfördernd wirkt und so manche ungewollte Schwangerschaft frühzeitig beendet hat (es gibt im Übrigen zahlreiche Kinderlieder, die dieses Thema behandeln).
Also: Wenn Ihr nicht gerade Pflanzenheilkundler seid: Finger weg von Zypressen aller Varianten. Aber die Aussage "immer giftig" lasse ich ungern stehen, da es dann doch zu Verwirrungen kommen kann, wenn die Zypresse anderorts als Heilpflanze aufgeführt wird.
Kurz zur Eibe: Die Schale der Früchte ist giftig. Nur das Fruchtfleisch nicht.
Das wird aber auch niemand herauspulen wollen (wäre auch eine ziemliche Sauerei und wird wahrscheinlich auch gemieden und nicht verzehrt werden).