Autor Thema: Tiere, an die man sich gewöhnt...  (Gelesen 7010 mal)

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Offline polly

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Tiere, an die man sich gewöhnt...
« am: Dezember 28, 2010, 13:12:39 »
Irgendwie ist das schon so eine Sache mit den tierischen Mitbewohnern...man gewöhnt sich irgendwie daran, dass sie da sind, und vermisst sie, wenn sie gehen müssen.
Seit letztem Mai hat sich eine etwa 2-€-Stück große Kreuzspinne genau vor meinem Fenster (auf der Innenseite) ein Netz gesponnen (jeden Tag neu) und mir beim Schreiben gesellschaft geleistet (der Schreibtisch steht vor dem Fenster).
Irgendwann hatte sie dann einen Namen und dann gehörte es dazu, sie zu begrüßen, wenn ich nach Hause kam.
Gestern war sie dann weg und heute hab ich sie tot auf dem Boden gefunden.
OK, sie hatte es zwar gemütlich, aber Fliegen gab es keine mehr, und sie hatte ihre Vorräte wohl aufgebraucht.
Bin ich die einzige Durchgeknallte, die heult, wenn sie eine tote Spinne wegbringt, oder habt ihr auch solche "Mitbewohner", die Euch irgendwann doch ein bisschen ans Herz gewachsen sind?
Wann ist ein Tier für Euch "nur" irgendein Tier, und wann macht ihr Euch Gedanken darüber, wie es ihm geht?
Weint ihr um fremde Kaninchen, aber schippt die Eidechsen in eurer Garage gedankenlos in den Müll?
Seid ihr traurig, wenn ihr beim Spazierengehen tote Tiere findet?

Offline Nina

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Re: Tiere, an die man sich gewöhnt...
« Antwort #1 am: Dezember 28, 2010, 14:15:35 »
Öhm ja also Spinnen landen bei mir im Staubsauger oder aber werden in der Badewanne heiß geduscht ..... ich find diese Tiere einfach nur ekelhaft ..... und ich hab hier genug von denen ......

Nenn mich nun nicht kalt aber ich weine nicht um tote Tiere die ich sehe ..... ich weine aber um meine Tiere und um die Tiere meiner Bekannten ..... aber als Katzenhalter jeden Tag um mehrere Mäuse weinen die vor der Türe liegen mach ich nicht ich nehm aber meinen Kater auch Mäuse ab und versuch diese noch zu retten und zu befreien wenns möglich ist ...

Ich bin auch jemand der tote Tiere die auf der Straße liegen auf die Seite räumt oder aber das TH informiert (hab ich mal bei nen Hund gemacht den ich ned zum TH fahren konnte) weil ich weiß das da auch ein Mensch dahinter ist der sein Tier ev sucht und trauert .....

Auch sammel ich freilaufende Hunde ein die scheinbar streunern ....

Ich denke ich mach da einen großen Unterschied zwischen wild lebenden Tieren und Haustieren ..... wahrscheinlich weil bei Haustieren immer Menschen dahinter sind .... die warten suchen und trauern ....


Es ist ein Jammer, dass die Dummköpfe so selbstsicher sind und die Klugen so voller Zweifel

Wackelnasen - deine Kaninchen und Meerschweinchen Community

Re: Tiere, an die man sich gewöhnt...
« Antwort #1 am: Dezember 28, 2010, 14:15:35 »

Offline polly

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Re: Tiere, an die man sich gewöhnt...
« Antwort #2 am: Dezember 28, 2010, 15:00:46 »
Na, normalerweise trag ich Spinnen in den Garten und fertig.
Oder ich lasse sie da, denn immerhin halten sie mir so die Mücken vom Hals.
Das war irgendwie auch das erste Mal, dass ich mich so an eine Spinne gewöhnt habe.
Man sitzt da, tippt vor sich hin, guckt ab und zu hoch und fängt an "Du hast es gut, kannst im Netz sitzen und warten, bis Dir die Lebensmittel ins Haus geflogen kommen.....blablabla...also tschüss, ich komm später wieder......hi, bin wieder da. Na, was gefangen?...laberlaber"
Das war eine Mitbewohnerin, die mal nicht Chaos in der Küche veranstaltet hat, nicht die Fernbedienung an sich gerissen hat und mich nicht mit ihren Männergeschichten genervt hat, die aber trotzdem da war. Wie'n Goldfisch oder ein Hamster.
Tja, und irgendwie sieht das Fenster jetzt ziemlich leer aus. Schnüff!

Offline Siena_Dyne

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Re: Tiere, an die man sich gewöhnt...
« Antwort #3 am: Dezember 28, 2010, 15:10:59 »
Die einfachen Hausspinnen lasse ich bei mir wohnen.
Erdspinnen werden gefangen und hinausgebracht oder landen im Staubsauger.

An anderen Tieren war ich schon immer sehr interessiert. Als kleines Kind musste jede Katze und jeder Hund "ai" gemacht werden  :kicher:
Wenn ich tote Tiere im Wald sehe, bin ich weit weniger traurig, als wenn ich tod gefahrene Tiere am Straßenrand sehe.
Was aber denke ich mehr damit zu tun hat, dass der Mensch an dem Tod verantwortlich is und die Tiere keinen natürlichen Tod gestorben sind.

Aber ich bin immer sehr traurig, wenn die "Garten"tiere mal nicht wiederkommen. Wenn die Mäusefamilie ausgezogen ist oder die Nachbarskatze sich nicht blicken lässt.
Kämpfer für die richtige Portion Möhren sind nun; SpecialAgent Light und Sergeant Spot.

SuperShadow kämpft nun im Regenbogenland für die richtige Portion!

http://www.derwesten.de/nrz/Sein-Name-war-Bond-id810311.html

Offline mist.ii

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Re: Tiere, an die man sich gewöhnt...
« Antwort #4 am: Dezember 28, 2010, 15:38:05 »
mit spinnen habe ich leider auch so mein kleines problem, obwohl ich das eigentlich gar ni
cht will..
ich will keine spinne töten, nur weil sie das pech hatte in eine wohnung zu kommen, in der ein mensch
wohnt, der seine phobien nicht im griff hat [nämlich ich!!] deshalb versuche ich immer sie mit einem
becher oder ähnlichem rauszutragen.. auch wenn es mich immer schuppert ohne ende..  :rf:

grundsätzlich habe ich viel mitleid mit mir fremden tieren, sei es nun im TH, auf der straße,
den tieren meiner verwandten oder bekannten oder einfach nur das totgefahrene eichhörnchen
auf der straße!! manchmal ist das wirklich ziemlich belastend..

aber eigentlich bin ich froh, dass ich mitfühlen kann [es geht nicht immer um das mitleiden, eher um
das mitfühlen..], denn es zeigt mir, dass ich lebe, atme und fühle.



Besonders hippe Krokodile tragen Polohemden mit eingestickten Schnöseln.

Offline Juli

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Re: Tiere, an die man sich gewöhnt...
« Antwort #5 am: Dezember 28, 2010, 15:44:26 »
Also eigentlich bin ich ja eher für meine ausgeglichene und auch naturverbundene Art bekannt, bei Spinnen, Käfern und anderen Krabbeltieren werde ich aber dann doch mal leicht hysterisch.
Kleinere Viecher verschwinden bei mir auch im Staubsauger, aber die großen...  *grusel* :kotz:
Die bleiben bei mir dann schon am Leben, aber auch nur, weil ich mich nicht in ihre Nähe wage. Ich warte meistens auf Beistand (in der Regel mein Mann) und der bringt die dann nach draußen.
Fast noch schlimmer finde ich aber im Sommer die Stubenfliegen, die einen pausenlos nerven. Eigentlich verabscheue ich ja Fliegenfänger, aber dieses Jahr hatten wir einen!

Naja, aber damit ich nicht meint, ich bin total herzlos:
In meinem Garten bei der Gartenarbeit ekel ich mich manchmal auch vor Kriechtieren, aber manche sehe ich dann doch ganz gerne:
Würmer zB, die die Erde auflockern. Oder Ameisen, die die Brotkrümel wegtragen, find ich total witzig zuzusehen.
Hummeln, Bienen, Schmetterlinge, Marienkäfer (die schwirren im Spätsommer fast alle in meinen Lavendelbüschen rum, hab da sogar ein paar tolle Fotos von) sehe ich sowieso sehr gerne.
Und wenn in einer lauen Sommernacht abends die Igel zu Besuch kommen, das ist auch immer klasse.  ^^

Achso, und ich liebe ja die Kohlmeisen und die Rotkehlchen, die sich hier aufhalten und jetzt im Winter hier auch regelmäßig Futter von mir bekommen.
Liebe Grüße von Juli,
mit Kasimir und Hermine
& mit den Sternen- Nins Bounty, Emmy, Ricky, Mary und Flymo im  :herzi: ...

Offline Klein-Betti

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Re: Tiere, an die man sich gewöhnt...
« Antwort #6 am: Dezember 28, 2010, 16:31:11 »
Krass, dann war die Spinne ja mindestens sieben Monate alt....auch wenn ich mir bisher nicht so viele Gedanken über die Lebenserwartung von Spinnen gemacht habe, finde ich das doch recht alt.  :)
viele liebe Grüße von Betti

Offline polly

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Re: Tiere, an die man sich gewöhnt...
« Antwort #7 am: Dezember 28, 2010, 16:38:45 »
Hmmm...ich habe keine Ahnung, wie alt unsere Kreuzspinnen normalerweise werden, aber ein Freund meiner Mutter hat eine Vogelspinne von seinem Onkel geerbt, die ist mindestens 10 Jahre alt.
Ich weiß nur, dass Spinnen anscheinend in eine Winter-ich-beweg' -mich-nur-wenn's-sein-muss Phase fallen, wenn es kalt ist. Aber ich glaube, so 2-3 Jahre alt werden sie auch bei uns.
Ich werde mich mal schlau machen, das interessiert mich jetzt!


Edit: Also, es gibt 2 Arten von Kreuzspinnen, von denen eine nur einjährig ist, die andere wird zwei Jahre alt.
Hausspinnen wie Winkelspinnen können sogar bis zu 5 Jahre alt werden und Afrikanische Vogelspinnen halten den Rekord mit bis zu 30 Jahren.
Wieder was gelernt! :)

Offline Sonne

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Re: Tiere, an die man sich gewöhnt...
« Antwort #8 am: Dezember 28, 2010, 16:54:36 »
Naja, Spinnen im Garten und auf der Terrasse sind kein Problem für mich, nur in der Wohnung, da gruselts mich und manchmal werden sie auch einfach eingesaugt, wenn sie nicht aufpassen.
Ich mag Frösche und Molche irre gern, im Garten von meinem Papa haben wir einen Teich, wo Erdkröten und Bergmolche wohnen. Ich fische immer beides raus und fotographiere sie. Ist schon interessant, wie die leben.
Gestern hab ich im Garten wieder Äste für die Stinkers geholt und hab einen toten Gimpel auf dem vereisten Teich gefunden. Den hab ich dann im Garten verbuddelt. Der dürfte gegen eine Scheibe geflogen sein und sich das Genick gebrochen haben.
Am Liebsten würd ich alle Tiere adoptieren, die kein Zuhause haben, aber das geht leider nicht.
In Erinnerung an meine kleine Piccolina! Wir vermissen Dich sehr!

Offline bluepointer

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Re: Tiere, an die man sich gewöhnt...
« Antwort #9 am: Dezember 28, 2010, 16:58:26 »
Soweit ich weiß halten Spinnen eine so genannte "Winterruhe". Bei einer Winterruhe "schläft" ein Tier nicht so tief und fest wie bei einem Winterschlaf. Andere Tierarten fallen im Winter in eine "Winterstarre". Ob Winterschlaf, -ruhe, oder -starre hängt vom Nahrungsangebot im Winter ab.  :weissnich:

Aber zurück zum eigentlichen Thema. Ich mag keine Schlangen und keine Vogelspinnen. Das sind Tiere, die ich nicht im Haus und in der Wohnung haben wollte.  :kotz:
Würde ich so ein Tier aber mal im Haus finden, würde ich es dennoch nicht einfach töten. Wenn ich mich nicht selbst "trauen" würde, würde ich mir entsprechende Hilfe von Zoo, Tierheim, etc. holen, um diese Tiere entweder zurück in die Natur, oder sonstige kompetente "Aufsicht" zu bringen.
Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer, doch ich wurde geboren um zu leben...


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