Ich war heute beim TA und dort lag ein Infoblatt aus...da es zum Mitnehmen war dachte ich ich stelle den Inhalt mal hier ein...
Vogelgrippe - kein Grund zur Panik!
Deutschland zwischen Sorge und Panik: Wie gefährlich ist die Vogelgrippe? In den Medien überschlagen sich Spekulationen über das berühmt-berüchtigte Virus H5N1 und seine Übertragung auf Mensch und Tier. Spekulationen, die Besitzer von Haustieren beunruhigen und vielerlei Fragen aufwerfen: Kann sich meine Katze mit dem gefährlichen Virus anstecken? Sollte mein Hund jetzt kein Futter mehr mit Geflügel fressen? Das Tierärzteteam von Fressnapf hat speziell für Tierbesitzer die wichtigsten Fragen und Antworten zur Vogelgrippe zusammengetragen.
Was ist die "Vogelgrippe"?
Die Vogelgrippe, von Fachleuten "Aviäre Influenza" genannt, ist eine akute, sehr ansteckende Infektionskrankheit der Vögel. Die Krankheit ist keine neue Erscheinung, sondern seit über 100 Jahren bekannt. Verursacht wird die Vogelgrippe durch das so genannte H5N1-Virus. Mit diesem Virus stecken sich Wild- und Zugvögel häufig an. Auch Geflügel in Tierhaltung, wie Hühner und Puten, erweist sich als besonders anfällig für die Erkrankung. Die Krankheit verläuft sehr rasant mit deutlichen Krankheitsanzeichen und kann innerhalb weniger Tage zum Tod der Tiere führen.
Wie wird die Vogelgrippe übertragen?
Kranke Tiere scheiden mit Kot, Speichel und Tränenflüssigkeit, also allen Körperausscheidungen, Viren aus. Andere Tiere stecken sich dann an durch direkten Kontakt mit den kranken Tieren oder deren Ausscheidungen oder durch Kontakt mit infiziertem Material wie Dung, Transportkisten, Gerätschaften oder Fahrzeuge. Übertragen wird das Virus zudem durch Einatmen virushaltiger Staubpartikel. Die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen sich mit der Vogelgrippe anstecken, ist äußerst gering. Sie müssten dafür in allerengstem Kontakt mit kranken Vögeln stehen, wie beispielsweise die Vogelgrippeopfer in Asien, die teilweise mit Vögeln in einem Raum gelebt haben.
Können Katzen Vogelgrippe bekommen?
Dass Katzen sich mit dem Virus infizieren können, wenn sie infizierte Vögel fressen, ist seit längerem aus Asien bekannt. Auf Rügen hat sich erstmals auch in Europa eine Katze mit der Vogelgrippe infiziert. Das Tier hat sich offensichtlich in einem Gebiet mit hohem Infektionspotenzial, nämlich an einer Fundstelle infizierter Wildvögel, angesteckt. In solchen Gebieten sollten Sie als Tierbesitzer die Empfehlungen und Anordnungen der zuständigen Behörden befolgen. Die Gefahr, dass sich Katzen außerhalb der Schutzzonen anstecken, ist sehr gering. "Stadt- und Gartenvögel" wie Tauben, Schwalben oder Singvögel spielen bei der Verbreitung des Virus eine zu vernachlässigende Rolle, da sie wenig empfänglich für das Virus sind und es bei einer Infektion in zu geringen Mengen ausscheiden würden, als dass davon eine Infektionsgefahr für Katzen ausgehen würde. Damit Katzen beim Jagen von Wildvögeln erfolglos bleiben, sollten Sie Ihren Vierbeinern ein Glöckchen um den Hals binden.
Wie erkenne ich, ob meine Katze Vogelgrippe hat?
Das Symptom bei infizierten Katzen ist eine starke Infektion der oberen Atemwege (Schnupfen) in Verbindung mit Fieber, verminderter Aktivität und einer Bindehautentzündung. Sollte Ihr Tier eine starke Atemwegserkrankung entwickeln, sollten Sie es vorsichtshalber Ihrem Tierarzt vorstellen.
Kann eine Katze einen Menschen mit Vogelgrippe anstecken?
Weltweit gibt es keinen einzigen belegten Fall einer Übertragung der Vogelgrippe von einer Katze auf den Menschen. Das hat seine Gründe: Selbst wenn sich eine Katze infiziert haben sollte, so scheidet sie den Grippeerreger in so geringen Mengen aus, dass sie nach derzeitigem Wissensstand als Überträger der Vogelgrippe auf den Menschen nicht in Frage kommt.
Muss ich meinen Hund jetzt anleinen und Katzen im Haus behalten?
Nur in einem Radius von 10 km rund um ein offizielles Vogelgrippe-Sperrgebiet gelten Leinenpflicht für Hunde und Hausarrest für Katzen. Sollten Sie nicht in der Nähe eines solchen Sperrgebietes leben, so gelten diese Auflagen für Sie nicht. Wo ein Sperrgebiet ist, darüber informieren Sie die örtlich zuständigen Ordnungsämter bzw. Veterinärämter oder die Polizei.
Was Sie tun können, um Ihren Hunden und Katzen das Leben in der Umgebung von Sperrgebieten so angenehm wie möglich zu machen, das erfahren Sie unter den folgenden Links:
Vogelgrippe: Wenn Katzen Hausarrest haben...
und
Leinenzwang in Zeiten der Vogelgrippe – und nun?
Können sich auch Hunde anstecken?
Es gibt derzeit noch keinen dokumentierten Fall einer H5N1-Infektion bei Hunden. In Vogelgrippe-Schutzzonen, in denen Wild- oder Zugvögel verendet sind, ist die Gefahr der Ansteckung allerdings nicht gänzlich auszuschließen. Leinen Sie Ihren Hund in solchen Gebieten am besten an und verhindern Sie den Kontakt zu Vögeln. Folgen Sie ansonsten den Empfehlungen und Anordnungen der zuständigen Behörden.
Was ist mit Futter, das Geflügel enthält?
Das Vogelgrippevirus ist außerordentlich empfindlich gegen hohe Temperaturen und stirbt bei Temperaturen über 70 °C ab. Tiernahrung und -zubehör wird bei der Produktion auf sehr hohe Temperaturen erhitzt, so dass alle möglichen Krankheitserreger effektiv abgetötet werden. Eine Übertragung durch handelsübliches Futter oder Spielzeug, das beispielsweise Vogelfedern enthält, ist durch die besagte Vorbehandlung vollkommen ausgeschlossen. Dies wird durch vorliegende Unbedenklichkeitserklärungen unserer Lieferanten untermauert. Wenn Sie Ihre Hunde oder Katzen mit frischem Geflügelfleisch füttern, sollten Sie dieses immer gut durchgaren. Dies dient auch zum Schutz vor zahlreichen anderen Krankheitserregern. Eine besondere Gefährdung in Bezug auf die Vogelgrippe besteht nicht.
Kann ich Heimtiere gegen Vogelgrippe Impfen?
Nein. In den Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft ist es zurzeit verboten, Heimtiere gegen Vogelgrippe zu impfen. Daher gibt es derzeit auch keinen spezifischen zugelassenen Impfstoff.
Ich hoffe das einige Leute aus diesem Text schlau werden...also ich muss sagen ich finde es informativ...
Quelle:
http://www.fressnapf.de/service/aktuelles/artikel/6