Oh ja, ich kenne das Problem!
Mein Tipp: Versuche nicht, sie zu belehen, Fakten zu nennen oder Ähnliches, sonst betrachtet man Dich als "eine von diesen hysterischen, durchgeknallten Tierschützern" und hört gar nicht mehr zu.
Drei Dinge, die oft fruchten:
1) Lass sie von selbst darauf kommen, indem Du ihre Vernunft, die sie bei anderen Tierarten nämlich durchaus haben, lobst.
Dann zieht ihr daraus Rückschlüsse auf die Kaninchen (Beispiel: Die Kinder wollen sicher auch ein Pferd, oder? Das wollen die Eltern aber nicht (hauptsächlich, weil es Geld kostet, aber das meist vorgebrachte Argument lautet: Wir können kein Pferd haben, weil ein Pferd nicht iom Kinderzimmer wohnen kann. Es braucht einen Stall und eine gant große Weide und viele andere Pferde zum glücklichsein, und all das haben wir nicht. Also können wir kein Pferd kaufen, das wäre Tierquälerei!
--> Jetzt der Rückschluss: Ein Kaninchen braucht aber auch einen großen Auslauf und andere Kaninchen. Wenn man ihm das nicht bieten kann, wäre es doch auch gemein, das Kaninchen/Meerschweinchen/Lemming...zu halten,oder?
2) Lade sie und die Kinder zu Dir ein und lass sie an Deinem Leben mit den Tieren teilhaben. Beantworte ihre Fragen, zeige den Kindern, wie sie sich zu den Tieren ins Gehege setzen und mit ihnen spielen können und werde nicht aufdringlich. Die Eltern sind von ihrer eigenen Kindheit daran gewöhnt, dass Kaninchen usw. in Käfigen gehalten werden und eigentlich nur dumm herumsitzen. Für sie ist das erstmal normal und das andere ist ihnen fremd. Wenn sie sehen, wie schön es sein kann, glückliche Kaninchen, Meeries... im Haus zu haben, werden sie Stück für Stück versuchen, es ebenfalls besser zu machen.
3) Akzeptiere, dass sie Deine Ideen zunächst als Spinnerei ablehnen. Belehrungen sind ungefähr so sinnvoll, wie einem spanischen Großgrundbesitzer im Südamerika des 17. Jahrhunderts zu erzählen, dass Sklavenhaltung gegen die Menschenrechte verstößt.
Jede Änderung kostet ihn Geld und er fürchtet sich vor dem, was dann wohl als nächstes verlangt wird.
Eltern denken sich dann häufig "Ja klar, jetzt überlasse ich einem Karnickel meine ganze Wohnung und darf ihm dann hinterherputzen! Was kommt als nächstes? Wird vielleicht eine Rennmaus mein Abteilungsleiter?"
Zeige ihnen doch ein Forum, wie dieses hier.
(Und ich meine ausdrücklich: ein Forum wie dieses, in dem sich Menschen aller Art freundschaftlich und hilfsbereit austauschen. Kein Forum, das von extremen Tierschützern beherrscht wird, die dazu aufrufen, Gesetze zu brechen, Andersdenkende beschimpfen oder militante Veganer sind, sonst bestätigt sich der Verdacht, dass Tierschützer einen an der Klatsche haben.
Die Eltern müssen sehen, dass ganz normale Leute aller Altersstufen und aller Schichten gemeinsam mit ihren Tieren ein rücksichtsvolles, verantwortungsvolles und schönes Leben führen. Sie werden erkennen, dass sie die Verantwortung für ein Lebewesen übernommen haben, genau wie für ihre Kinder. Aber sie müssen es aus eigenem Interesse selbst erkennen und Interesse daran entwickeln, dann kommt alles andere von selbst.
Sobald man versucht, ihnen etwas aufzuzwingen machen sie meist endgültig dicht.
Wie Pope schon sagte: Hoffnung lebt ewig in der Menschlichen Brust!
